Sinn des Herzens ist, Hymnus zu werden. Aus: E. M. Cioran: Gedankendämmerung. Aus dem Rumänischen übersetzt von Ferdinand Leopold, Frankfurt...
Ohne je eine Meinung zu ‹Kindern› im Allgemeinen gehabt zu haben, glaubte er eben an dieses bestimmte Kind. Er war überzeugt, dass das Kind da ein großes Gesetz verkörperte, welches er selber entweder vergessen oder nie gehabt hatte. …
Alle Vererbung ist ein Übertragen erworbener Merkmale auf die Erben.
Ohne die Liebe ist jedes Opfer Last, jede Musik nur Geräusch, und jeder Tanz macht Mühe. Rumi (Dschalaloddin Rumi), aus...
Ich betrachte das Licht, das in den frühen Morgenstunden ins Zimmer fällt, als Boten der Sonne, ein Reisender, ein Teilchen,...
Die Vögel, schwarze Früchtein den kahlen Ästen.Die Bäume spielen Verstecken mit mir,ich gehe wie unter Leutendie ihre Gedanken verbergenund bitte die dunklen Zweigeum ihre Namen.Ich glaube, dass sie blühen werden – innen ist grün – dass du mich liebstund es verschweigst. Aus: Hilde Domin: Sämtliche Gedichte. Frankfurt am Main 2010, S. 80 f. Die...
Was weißt du vom Nachwort, in den Wind geschwiegen, von Stimmen, die das Leben nicht mehr tragen, im Rachen verstummen,...
Als Kulturveranstaltungen wieder möglich wurden, da wartete die Junge Bühne nicht lange und präsentierte einen Lyrikabend am Goetheanum. Rezitation gehört...
Einen Fremden wie sich selbst zu lieben, bedeutet im Gegenzug, sich selbst wie einen Fremden zu lieben. Simone WeilAus: La pesanteur et la grâce. Plon, Paris 1947. Selbstkenntnis erfordert Selbstentfremdung. – Der dadurch entstehende Zwischenraum wird zum Gefäß, das Fremdes aufnehmen und es uns intim werden lassen kann. Auswahl und Kommentar Louis DefècheZeichnung...
Zum Gedenken an Ingeborg Bachmann (1926–1973). Sie starb am 17. Oktober vor 50 Jahren auf der Suche nach einer zarteren...
Der Engel Farbe am frühmorgendlichen Wolkensaum ist wie ein erstes zartes ‹Es sei›. Im Rauschen des Windes und im Rauschen...










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