Es werde Liebe

Ezra Sullivan schaut auf die Evolution der Menschlichkeit.


In der Bibel, im ersten Buch Mose/Genesis, beginnt die Schöpfungsgeschichte mit dem Satz «Es werde Licht». So begannen die Mysterien der Weisheit. Das Licht tanzte mit der Dunkelheit.

Der Mensch strebt seit jeher nach dem Licht, versucht, den Schatten mehr und mehr zu verdrängen. Doch die Dunkelheit ist hartnäckig, sie dominiert die Welt bis heute. Ich frage mich: Wann wird das Licht auch die dunkelsten Winkel erreichen? Wann wird es die Dinge erhellen, die wir nicht verstehen, über die wir nichts wissen, die wir nicht durchschauen – sodass wir die Schöpfung mithilfe der transformierenden Kraft der Kreativität neu begreifen können?

Gleichzeitig ist die Verbreitung des Lichts selbst in gewisser Weise dekadent geworden. Ich denke: Am Mittelpunkt der Zeit brauchen wir eine neue Grundlage für Menschlichkeit. Am Anfang geboren mit Licht, müssen die Menschen einen neuen Weg finden, der sie zum Ende der Zeit bringt, hin zu einer neuen Genesis.

Was wir heute auf der Erde brauchen, ist Liebe. Danach müssen wir streben, sodass die neuen Mysterien mit den Worten beginnen können: «Es werde Liebe».


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Bild Ezra Sullivan, privat

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