Der Himmel in der Seele

Was für ein Moment, zu entdecken, dass ein höheres Wesen in der Seele lebt! Häufig beginnt man mit dieser Erfahrung aufzuwachen für die tiefere Dimension des eigenen Menschseins. «Man hat ein in der Welt Wirkendes […] in seiner Bedeutung für die Welt noch nicht durchschaut, wenn man bei diesem Wirkenden an sich stehen bleibt, sondern man muss erkennend auf die Wesen blicken, von denen das Wirkende ausgeht.» Was Rudolf Steiner im 121. Leitsatz hier zusammendrängt: Es genügt nicht, Wirkendes und Wirksames an sich zu erfassen und zu schauen. Es geht um die Wesenserkenntnis selbst. Diese fordert einen Blick, der durch Zeiten und Räume hindurchreicht und der sich selbst so verwandelt, dass an jeder Stelle alle Entwicklungsstufen zugleich sichtbar werden. So kann aus voll bewusster Verantwortlichkeit gehandelt werden. Für den heutigen Menschen bedeutet das die Erkenntnis der irdischen und kosmischen Christus-Wesenheit. Durch eigene Tätigkeit für ihn eine seelisch-geistige Hülle zu bereiten und handelnd in der Welt die Materie zu verwandeln und zu erheben, ist Zukunftsaufgabe. Die Studientagung ‹Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit› vom 13. bis 15. November widmet sich in acht Vorträgen diesem Himmel in der Seele.


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