Witten/Herdecke, Deutschland. Ein interdisziplinäres Projekt baut Barrieren zu Religion und Spiritualität ab.
Eine spirituelle Praxis und religiöse Teilhabe sind für Menschen mit kognitiven Einschränkungen nicht selbstverständlich. Viele Gebete, Gottesdienste, die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde oder spirituelle Fragen sind oft nicht barrierefrei, da die diesbezügliche Sprache, die Strukturen und Angebote es nicht sind. Ein interdisziplinäres Projekt des Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der Universität Witten/Herdecke und der evangelischen und katholischen Kirche zielt deshalb darauf ab, konkrete Hilfen für mehr Teilhabe an Religion zu erarbeiten. Aus der Zusammenarbeit sind zwei Materialien entstanden, die sich sowohl an Menschen mit Assistenzbedarf als auch an deren Assistenzpersonen richten. Eine Handreichung erklärt in Einfacher Sprache, wie religionssensible Assistenz praktisch gelingen kann. Sie führt zudem zu verschiedenen Lebensbereichen wie Kommunikation oder Mobilität passende Materialien und Kontakte auf. Ein Kartenset dient der Gesprächsbegleitung: Es hilft dabei, spirituelle und religiöse Bedürfnisse zu benennen und in Handlungsschritte zu übersetzen. Beide Materialien sind kostenfrei online verfügbar.
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Bild Giulia Veneziano

