Wieder lädt die Sektion für Bildende Künste ab Oktober zu einem Kunststudienjahr ein und überschreibt es dieses Jahr mit ‹Die Kunst der Metamorphose›.
Dieses ‹Zauberwort› hat Goethe in der Pflanzen- und Tierwelt entdeckt und Rudolf Steiner in allen Kunstgattungen verwirklicht. In ihm liegt der Schlüssel zum Leben und zur inneren Lebendigkeit. Jenseits von künstlichen und mechanischen Prozessen lernen, so Christiane Haid, die Studierenden durch die Beschäftigung mit der Metamorphose Entwicklung, Verwandlung und Neugeburt kennen. Ziel des Kunststudienjahrs ist es, die Metamorphose in einer Formenreihe, einer Serie von Bildern, in Installationen, in der Gestalt einer Landschaft, in Bauwerken und in der Schrift zu entdecken und selbst hervorzubringen. Die morgendliche Besinnung auf den ‹Seelenkalender› und die anschließende Textarbeit mit den Grundlagenwerken Rudolf Steiners (‹Theosophie›, ‹Philosophie der Freiheit›, ‹Geheimwissenschaft im Umriss›) gehen der praktischen Arbeit im Atelier voran.
Das Kunststudienjahr richtet sich an Menschen, die ihr Interesse für Kunst und Anthroposophie wecken, intensivieren und vertiefen wollen. Die Kunstgattungen werden auf Grundlage der Anthroposophie und des Goetheanismus praktisch erkundet und durch das anthroposophische Grundlagenstudium vertieft. Jedes der Trimester kann auch einzeln besucht werden, wobei das Jahr inhaltlich eine Ganzheit bildet. Das Studienjahr eignet sich als Orientierungszeit und ermöglicht Selbstbegegnung und Neuorientierung in einer lernenden Gemeinschaft. Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.
Im ersten Trimester ‹Skulptur und Zeichnen› mit Barbara Schnetzler und Tomas Bittger beschäftigen sich die Studierenden mit den Grundelementen des Plastischen und erkunden die Formkräfte des Lebendigen. Durch das Beobachten und Wahrnehmen von Naturphänomenen und das Studium der menschlichen Gestalt nähern sich die Teilnehmenden den Formkräften des Lebendigen und eignen sich grundlegende technische Fertigkeiten des bildhauerischen Handwerks an: Plastizieren, Schnitzen, Bildhauen in Stein, Zeichnen sowie einfache Abgusstechniken mit Gips und Bienenwachs. Hinzu kommen die inhaltliche Beschäftigung mit Rudolf Steiners Skulpturengruppe und das Studium der menschlichen Gestalt. Die künstlerische Arbeit setzt Kräfte frei, die neue Zugänge zur eigenen Kreativität und zu sich selbst erschließen. Im Dialog mit unterschiedlichen Materialien, Orten und Landschaften, Künstlern und Künstlerinnen entfalten sich die eigenen Werke.
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Bild Sektion für Bildende Künste

