Stefanie Allon-Grob, Israel: 80 Jahre.
Am 29. September 1946 als Tochter von Leni und Richard Grob geboren, wuchs Stefanie im Emmental auf. Mit 21 Jahren hörte sie von Ruth Mosimanns Plänen für ein anthroposophisch-heilpädagogisches Heim in Israel und zog 1978 dorthin, wo sie ihren Mann Gilad Allon fand. Ihr Einsatz und der von Gilad sind seit dieser Zeit atemberaubend – sie eröffnete 1985 in Harduf den ersten Waldorfkindergarten in Israel, 1989 dann einen weiteren in Tivon, der sich zu einer Bildungsgemeinschaft mit fünf Kindergärten, 24 Klassen, etwa tausend Kindern und einem Seminar entwickelte. Sie zog vier Kinder groß, förderte Initiativen für Waldorfpädagogik in der arabischsprachigen Bevölkerung und engagiert sich mit Gilad für die bedrängten Palästinenser im Westjordanland, seit 2008 auch für notfallpädagogische Einsätze. Bei meinem Israel-Besuch im Mai 2023, Monate vor den Terroranschlägen der Hamas und dem Krieg, wohnte ich bei ihr. Am Abend sagte sie: «Du hast die Wahl; gehst du mit mir zur Klassenstunde oder mit Gilad zur Demonstration?» Ich ging mit Gilad gegen die Justizreform und die Regierung auf die Straße – «Democracy and occupation cannot coexist» stand auf dem Schild in drei Sprachen: Hebräisch, Arabisch, Englisch. Herzlichen Glückwunsch und Dank, Stefanie und Gilad!
Bild Stefanie Allon-Grob

