Wer ist der Mensch?

Es ist wichtig die Zeit, in der wir leben, zu verstehen und daraus zukunftsgerichtet zu handeln. Durch die enormen technischen Fortschritte liegt die weitere Entwicklung der Menschheit in unseren Händen. Die Corona-Krise hat viele dieser Entwicklungen beschleunigt. Welche Folgen können sich ergeben?

Im Vorfeld der neuen Gesprächsreihe am Goetheanum ‹Leben und Gesellschaft im Umbruch›, zu der am 12. April Edwin Hübner, Professor für Medienpädagogik und Andreas Luckner, Professor für Philosophie zum Gespräch eingeladen sind, sprach Christiane Haid mit Edwin Hübner zur Frage des Transhumanismus.


Wird durch den Umgang mit Covid-19 die Ideologie des Transhumanismus zur Wirklichkeit?

Meiner Auffassung nach nur indirekt, indem wir uns daran gewöhnen, reale menschliche Kontakte zu minimieren, und dafür den Umgang mit Maschinen erhöhen. Im Moment erfährt vor allem der bildungsindustrielle Komplex, der seit Jahrzehnten daran arbeitet, die Schule zu einem Bestandteil des Wirtschaftslebens umzuformen, einen enormen Schub. Der seit Langem bestehende digitale Hype wird besonders vonseiten der IT-Wirtschaft publizistisch angefacht. Einflussreiche wirtschaftliche Interessen wollen die Bildungsprozesse in den Schulen und Hochschulen technisieren. Die Zeitschrift für Medienpädagogik ‹merz› veröffentlichte im Februar dieses Jahres einen Beitrag des Pädagogen Horst Niesyto mit dem Titel: ‹‚Digitale Bildung‘ wird zu einer Einflugschneise für die IT-Wirtschaft›. Niesyto weist darauf hin, dass der umfassenden Ausbeutung persönlicher Datenprofile durch den digitalen Kapitalismus gerade auch durch Medienpädagogik mit deutlicher Kritik entgegengetreten werden muss. Der Soziologe Richard Münch beschrieb 2018 in seinem Buch ‹Der bildungsindustrielle Komplex› diese globale Entwicklung sehr detailliert. Am Ende weist er darauf hin, dass der komplette Kulturverfall drohe, wenn die Schule von bildungsexternen Kriterien und von Profitinteressen der Industrie beherrscht wird (Münch 2018, S. 329). Auf diese Gefahr machte auch Rudolf Steiner schon vor 100 Jahren aufmerksam.

In die Entwicklung der Computertechnik und die Digitalisierung werden große Erwartungen gesetzt, die in einer transhumanistischen Perspektive mythisch-religiös anmuten. Welche Zukunft wird da erwartet?

Der Transhumanismus geht davon aus, dass sich die Komplexität der digitalen Geräte auch in Zukunft exponentiell erhöht. Exponentielle Veränderungen werden ab einem bestimmten Moment so schnell, dass sie über alles andere uneinholbar hinauswachsen. Dieser Moment wird im Jahr 2045 erwartet. In diesem Jahrzehnt soll dann der Mensch mit der Maschine verschmelzen. Die Mensch-Maschinen-Intelligenz soll sich dann weiterhin zu hohen und höchsten Intelligenzstufen exponentiell verbessern. In ferner Zukunft ist die Erwartung, dass sich eine posthumane Maschinenintelligenz von der Erde löst und den ganzen Kosmos durchströmt. Ray Kurzweil, sozusagen ein Prophet des Transhumanismus, beschreibt in seinem Buch ‹Menschheit 2.0› das Endziel der Evolution: «In jedem Fall werden ‹dumme› Materie und Abläufe im Universum umfunktioniert werden zu einer Form höchster, erhabenster Intelligenz, welche die sechste Epoche der Informationsevolution ausmacht. Dies ist das ultimative Schicksal der Singularität und des Universums.»

Die Frage der künstlichen Intelligenz wird seit den 80er-Jahren thematisiert. Was hat sich in den letzten 20 Jahren entwickelt und wie wird unser Leben davon bestimmt?

Der Begriff der künstlichen Intelligenz (KI) wurde bereits Mitte der 50er-Jahre geprägt. Damals hatte man noch keine Ahnung von den gewaltigen Schwierigkeiten, die sich diesem Forschungsgebiet stellen würden. Man glaubte beispielsweise, dass Ende der 60er-Jahre der Schachweltmeister durch einen Computer besiegt werden würde. Zu dieser Zeit war man weit davon entfernt, so etwas realisieren zu können. Aber 30 Jahre später war man so weit, dass der Parallelrechner ‹Deep Blue› von IBM den damals amtierenden Schachweltmeister Gary Kasparow entthronte. Um 2010 gab es weitere spektakuläre Durchbrüche: Das IBM-System ‹Watson› besiegte die Champions des US-amerikanischen Quizspiels ‹Jeopardy!›, ein Google-Tochterunternehmen entwickelte ein System, das im Mai 2017 den Weltmeister im Spiel ‹Go› besiegte. Diese Durchbrüche waren nur möglich, weil man mittlerweile über Unmengen von digitalen Daten verfügt, mit denen man selbstlernende Systeme trainieren kann, die sich dadurch fortwährend verbessern. Diese Systeme passen sich selbständig an Veränderungen an und sind mittlerweile vielfältig im Einsatz. Ohne es zu bemerken, benutzen wir sie in vielen unserer Anwendungen. Diese Systeme verändern auch unsere Arbeitswelt. Eine Reihe von Autorinnen und Autoren rechnen damit, dass viele einfache Berufe bis hin zu Positionen des mittleren Managements auf Dauer von Maschinen übernommen werden. Rudolf Steiner sprach 1918 in einem Vortrag einmal davon, dass es in der Zukunft möglich sein wird, «dass man neun Zehntel der Arbeit, die heute noch von Menschenhänden geleistet wird, entbehren kann» (GA 186, S. 71 f.).

In Ihrem neuen Buchtitel ‹Menschlicher Geist und künstliche Intelligenz› formulieren Sie eine Gegenüberstellung. In zahlreichen transhumanistischen und richtungsverwandten Publikationen wird die Grenze zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz eher verwischt oder gar gleichgesetzt. Was bestimmt für Sie den Unterschied zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz?

Computer und künstliche neuronale Netze sind das Ergebnis menschlichen Denkens, sie sind gewissermaßen ein Denkkondensat. Was in ihnen stattfindet, sind streng kausale Abläufe. Auch wenn künstliche neuronale Netze nicht mehr programmiert, sondern trainiert werden und diese Netze sich immer besser an bestimmte Aufgaben anpassen, so sind sie immer auf die Vergangenheit orientiert. Es sind die bis zum jeweiligen Zeitpunkt kumulierten Daten, die sich in der Funktionsweise selbstoptimierender Geräte niederschlagen. Auch künstliche Intelligenzen können nur das, was sie aufgrund statistischer Analysen vergangener Ereignisse berechnet haben, in die Zukunft hochrechnen. Man kann das Motto einer künstlichen Intelligenz pointiert so aussprechen: «Wie es war, wird es wieder sein!»

Neue Entwicklungsimpulse haben ihren Ursprung immer im Menschen. Aus dem geistigen Wesen des Menschen, das sich in seinem wollenden Handeln ausspricht, entspringt alle Zukunft. Manchmal scheint es so, als ob künstliche Intelligenzen auch das imitieren könnten, aber eine genauere Betrachtung zeigt, dass Geräte prinzipiell nur auf Anlässe kausal reagieren können. Die Kategorie ‹Denken› oder ‹Wissen› passt prinzipiell nicht auf Maschinen. Keine Maschine ist in der Lage, den Begriff einer Sache zu fassen und damit das Wesen einer Erscheinung intuitiv zu verstehen.

Man kann das Motto einer künstlichen Intelligenz pointiert so aussprechen: «Wie es war, wird es wieder sein!»

Der Mensch entwickelt die Technik. Was ist an ihr als Spiegel für die menschliche Entwicklung und Selbsterkenntnis ablesbar?

Blickt man in die vergangenen Jahrtausende zurück, so kann man die Entwicklung der Technik als den jeweiligen Ausdruck der menschlichen Bewusstseinsentwicklung auffassen. Der Mensch legt das von ihm innerlich Erreichte in seiner Technik nach außen. Das gilt auch für die Computertechnologie. Der Technikphilosoph Gotthard Günther formulierte dies bei einer Betrachtung des «mechanischen Gehirns» sehr pointiert: «Eine intensivere, sich in größere Tiefen erhellende Innerlichkeit stößt hier mit souveräner Gebärde ihre gleichgültig gewordenen, zu bloßen Mechanismen heruntergesunkenen Formen der Reflexion von sich ab, um sich selber in einer tieferen Spiritualität zu bestätigen.» (Gotthard Günther, Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik. Hamburg 1976, S. 90) Und tatsächlich: Seit Beginn des 20. Jahrhunderts suchen viele Menschen nach einer Möglichkeit, höhere Stufen des Denkens auszubilden. Anthroposophisch formuliert: In unseren Geräten haben wir unser Verstandesdenken als künstliche Intelligenz nach außen materialisiert und es besteht nunmehr die menschliche Aufgabe darin, ein imaginatives Bewusstsein zu erarbeiten, dem sich das Seelisch-Geistige der Welt in Bildern eröffnet.

Mit der zunehmenden Bedeutung der technischen Geräte und des PCs verschwimmt die Grenze zwischen Mensch und Technik mehr und mehr. Welche Herausforderungen entstehen dadurch?

Diese Herausforderung wird gegenwärtig deutlich formuliert. Der Gründer und Vorsitzende des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, beschreibt 2019 in seinem Buch ‹Die Zukunft der vierten industriellen Revolution›, welche Veränderungen sich in der Zukunft durch die neuen digitalen Möglichkeiten ergeben werden. Und da heißt es: «Diese Entwicklungen werfen tiefgreifende Fragen auf: Wo ziehen wir die Grenze zwischen Mensch und Maschine? Was bedeutet es, ein Mensch zu sein?» Die Beantwortung der Frage nach dem Menschen ist die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Sie kann nur bewältigt werden, wenn wir den Materialismus auf allen Ebenen des Lebens überwinden. Hier hatte im vergangenen Jahrhundert die anthroposophische Bewegung eine bedeutende Aufgabe, die im jetzigen Jahrhundert auf einem höheren Niveau neu ergriffen werden muss. Bis in die Wissenschaft hinein muss der reine Materialismus überwunden werden. Das ist eine Mammutaufgabe, für die wir unsere schwachen Kräfte bündeln müssten, um entscheidende Fortschritte erreichen zu können.

Welche Rückwirkung hat eine intensive Techniknutzung auf den Menschen? Verändert sich sein Sozialverhalten, seine Begegnungsfähigkeit?

Die Rückwirkung einer intensiven Techniknutzung auf den Menschen hängt sehr davon ab, welche inneren Ausgleichsgewichte er entwickelt. Das Grundproblem ist ja, dass der Mensch vor dem Bildschirm gewissermaßen ‹entleibt› wird. Es sind ja nur die Augen, die auf die Oberfläche eines Monitors blicken und dort ein aus digitalen Daten zusammengesetztes Bild sehen, sowie die Ohren, die aus dem Lautsprecher Töne vernehmen. Über IT-Technologien begegnen sich im Wesentlichen nur die Köpfe der Menschen. Real leiblich gesehen sind die Menschen allein. Wenn man sich online trifft, ist man ‹gemeinsam einsam› oder ‹verloren unter 100 Freunden›, wie der deutsche Titel eines Buches der US-amerikanischen Psychologin Sherry Turkle heißt. Wenn menschliche Begegnungen weitgehend nur online stattfinden, dann kann die Gefahr bestehen, dass der Mensch immer weniger fähig ist, tragende reale menschliche Begegnungen aufzubauen und zu pflegen. Eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2010, die Daten von mehr als 14 000 College-Studierenden auswertete, kam zu dem Ergebnis, dass die jungen Menschen weit weniger häufig sagen, dass es wertvoll ist, die Gefühle einer anderen Person zu verstehen oder sich in sie hineinzuversetzen. Dieses Ergebnis führen die Autorinnen und Autoren der Studie auf eine mangelnde Empathie zurück. Die Werte der Generation um 2010 waren rund 40 Prozent niedriger als bei der um 1990. Sherry Turkle kommentiert: «Man könnte sagen: Während sie sich von ihren vielen Online-Freundschaften fesseln lassen, verlieren sie das Interesse an Freundschaft.» (Turkle 2012, S. 490)

Die Aufgabe besteht darin, dass wir in unserer Kultur lernen, im Alltag eine besondere Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der realen menschlichen Begegnung zu legen.

Die Aufgabe besteht darin, dass wir in unserer Kultur lernen, im Alltag eine besondere Aufmerksamkeit auf die Wichtigkeit der realen menschlichen Begegnung zu legen. Wenn das von uns geübt und gekonnt wird, dann werden soziale Netzwerke sehr hilfreich sein können. Hier liegt eine bedeutende pädagogische Herausforderung sowohl an die Selbsterziehung der Lehrenden als auch an die Pädagogik.

Können wir das Humane in einer digitalisierten Welt aufrechterhalten und gegenüber dem Transhumanismus eine andere Zukunft bilden?

Man muss ganz klar sagen, dass die transhumanistische Ideologie ein menschenverachtendes Gegenbild dessen ist, was Anthroposophie anstrebt. Transhumanistisch ist der Mensch nur eine Art Zwischenwesen auf dem Weg zum posthumanen Wesen. Mir scheint, dass Rudolf Steiner diese Entwicklung deutlich vor seinem inneren Auge hatte, denn viele Bemerkungen in seinen Vorträgen sind vom Blick der Gegenwart aus überhaupt erst verständlich: «Wir leben im Zeitalter der ahrimanischen Verseuchung. Die Menschen merken gar nicht, dass sie eigentlich zurücktreten aus der Welt und dass sie ihren Verstand der Welt einverleiben und neben sich eine Welt, die selbständig wird, schaffen.» (GA 202, S. 50 f.) Steiner beschreibt auch an Phänomenen seiner Zeit sehr deutlich, wie der Mensch sich ganz ausgeliefert hat an dasjenige, was nicht mehr Mensch ist. «Er macht sein Schicksal auch abhängig von dem, was nicht mehr menschlich ist.» (GA 197, S. 184) Und Steiner prophezeit: «Es wird einer starken Kraft bedürfen, damit die Menschen wiederum aufkommen und entgegenrufen diesem von dem Nichtmenschlichen bestimmten menschlichen Schicksal: Das Schicksal der Menschheit muss wiederum vom Menschen bestimmt werden! – Das kann aber nur geschehen, wenn die Menschen sich erfüllen mit der Christuskraft, die heranrückt, die sie wiederum ihren Menschenkräften zurückgeben wird.» (GA 197, S. 184f.)

Das bedeutet, dass ein neues Empfinden und Denken in die Menschheit Einzug halten muss. Denn nur wenn genügend Menschen gelernt haben werden, aus geistigen Untergründen heraus die menschliche Kultur zu gestalten, wird die Menschheit vorwärtskommen können. Wir müssen das Humane, dasjenige, was in jedem Menschen auf der Welt lebt und wirkt, wieder entdecken und aus diesen Erkenntnissen die Kultur neu gestalten.

Grafik: Sofia Lismont

Die transhumanistischen Ideen gehen von einer Überwindung des Menschen aus. Was steht für den Menschen und die Evolution auf dem Spiel?

Nicht weniger als die Existenz der Menschheit! Wenn Menschen Technologien entwickeln, die völlig losgelöst vom Menschen agieren, dann weiß niemand mehr, was in diesen Geräten passiert. Vor allem der militärische Einsatz von KI in Vernichtungswaffen kann unübersehbare Folgen haben. In den USA diskutierten vor drei Jahren Fachleute unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Ihr gemeinsames zentrales Anliegen war: «Es soll in 50 Jahren noch Menschen geben.»

Rudolf Steiner hat in vielen Vorträgen auf die Herausforderungen der Entwicklung der Technik hingewiesen. Er deutete aber gleichzeitig immer darauf hin, dass man dieser Entwicklung nicht entgehen könne, sondern ein entsprechendes geistiges Gegengewicht entwickeln müsse. Wo sehen Sie Ansätze dazu?

Die KI kann der Menschheit großartige Möglichkeiten eröffnen, wenn sie in der rechten Weise eingesetzt wird. Das setzt aber voraus, dass wir unser gesellschaftliches Leben komplett neu gestalten. Wir müssen unsere Kultur und unsere Werte überdenken und spirituelle Aspekte mit einbeziehen. Vor allem aber müssen wir unser Wirtschaftsleben deutlich und radikal verändern. Mit dem Eintritt in das Zeitalter, das voraussichtlich von intelligenten Maschinen geprägt sein wird, müssen wir Menschen Arbeit und Einkommen entflechten. Denn das menschliche Leben wird frei werden von dem Zwang, den eigenen Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen zu müssen, da die Maschinen einen großen Teil der Arbeit übernehmen werden. Die Erträge der Maschinenarbeit müssen in das Kulturleben einfließen.

Kai-Fu Lee, der frühere Chef von Google-China, hat in einer sehr lesenswerten Veröffentlichung die zukünftige Entwicklung der künstlichen Intelligenz vom chinesischen Standpunkt aus beschrieben und gefordert, dass es um die Schaffung eines neuen Gesellschaftsvertrages geht, der sozial produktive Arbeit zukünftig in gleicher Weise belohnt wie heute wirtschaftlich produktive Aktivitäten. Wir müssen «uns eine neue Kultur zu eigen machen, in der Liebe, der Dienst am Menschen und Empathie mehr Wertschätzung genießen als je zuvor». (Kai-Fu Lee, AI Superpowers. China, Silicon Valley und die neue Weltordnung. Frankfurt a. M., New York 2019, S. 259 ff.)

Mir scheint, dass Kai-Fu Lee aus seinem Überblick über die amerikanischen und chinesischen Verhältnisse eine sehr bedenkenswerte Idee entwickelt hat, die Parallelen zur Dreigliederungsidee Rudolf Steiners aufweist. Was ebenfalls notwendig ist, ist die intensive Auseinandersetzung innerhalb der anthroposophischen Bewegung mit der Gegenwart: einerseits mit den materialistischen Beschreibungen des Menschen und andererseits mit den Ansätzen innerhalb der Wissenschaft, die diesen Materialismus überwinden wollen. Diese positiv zu würdigen und die Wege zu suchen, wie im Anschluss an sie selbständig und neu die Dinge gefunden werden können, welche Rudolf Steiner in seinen Schriften und Vorträgen beschrieben hat, ist eine notwendige Aufgabe. Anders formuliert: Die anthroposophische Bewegung steht vor der Notwendigkeit, die von Steiner inaugurierte Geisteswissenschaft selbständig zu formulieren und in der Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Gedankenrichtungen weiterzuentwickeln.


Veranstaltung

Die Gesprächsreihe ‹Leben und Gesellschaft im Umbruch› beginnt am 12. April mit Edwin Hübner, Andreas Luckner und Christiane Haid in der Schreinerei am Goetheanum.

Buch Edwin Hübner Menschlicher Geist und künstliche IntelligenzDie Entwicklung des Humanen inmitten einer digitalen Welt, 432 Seiten, Verlag Freies Geistesleben, 2020

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