Spirituelle Kombinatorik

In sein Notizbuch 210 schreibt Rudolf Steiner eine Kombinatorik von Leib, Seele und Geist. Sie eignet sich für ein Quiz mit drei mal drei Feldern. Am seitlichen Rand schreibt man ‹physischer Leib›, ‹seelischer Leib› und ‹geistiger Leib› und am Fuss der Tabelle ‹physisch›, ‹seelisch› und ‹geistig›. Jetzt bitte ausfüllen! Was bringt der physische Leib im Physischen hervor? Egoität! Die elementarste Erfahrung zu existieren. Und im Seelischen? Die Empfindung! Auf der geistigen Ebene ist es dann die Wahrnehmung als höchste Stufe des Physischen – das Auge, Geist der Physis! Nun zum seelischen Leib: Physisch erzeugt er die Bewegung und im Seelischen das Gefühl. Vergeistigt sich die Seele, so erobert sie das Denken. Nun zum geistigen Leib, den Rudolf Steiner in seinem Eintrag ‹Ichleib› nennt: Im Physischen schafft er die Form. Ja, in der Gestalt zeigt sich der Geist im Stoff. Auf der seelischen Stufe ist es das ‹innere Leben›, die Seele, die sich selbst erfährt. Rätselhaft finde ich seinen Eintrag im letzten Feld, was der Ichleib im Geistigen schafft. Rudolf Steiner notiert: ‹Beseelung›. Ich verstehe es so: Der Geist im Geist vermag die Seele zu stiften, vermag Wärme zu gebären.


Malerei Cornelia Friedrich

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