Althochdeutsch heißt Stuhl stuol von (indogerm.) stha – stehen. Der Stuhl steht für mich. Er übernimmt gleichsam die Funktionen des Stehens und ist ein Abbild von mir, – er hat Armlehne, Rücken, Beine – aber kein Haupt.
Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen, und das Leben den betrübten Herzen, die des Todes warten und kommt nicht,...
Am Ende des letzten sprachwissenschaftlichen Kolloquiums am Goetheanum im März 2020, während um uns herum der Corona-Lockdown begann, zitierte Magdalena Zoeppritz einige Zeilen aus Ezra Pounds Gedicht ‹Mauberley›: «Given that is his ‹fundamental passion›, / This urge to convey the relation / Of eye-lid and cheek-bone / By verbal manifestation»....
In der zyklischen Kausalität werden die Wirkungen selbst zur Ursache der Ursachen. Zum zentrischen Blick auf die Summe aller Gene...
Da sie noch sprachen, siehe, so hob der Drache sein Haupt aus dem See. Die Jungfrau zitterte vor Schrecken und rief: «Flieh, guter Herr, flieh, so schnell du magst.»
“Die Welt ist aus dem Weltengeiste gebaut, eine Verkörperung der Weltenideen, des Weltengeistes…”
Dichtung, so die Sprachgestalterin Jutta Nöthiger zur Eröffnung des Lyrikabends der Jungen Bühne, sei ein wirksames Mittel, um die eigene...
Zur Kulturtagung ‹Rilkes orphische Wege› der Sektion für Schöne Wissenschaften am Goetheanum. Mit Rainer Maria Rilkes orphischen Wegen sind sein Weg als Dichter und seine Beziehung zu den Toten gemeint. Es war keine Veranstaltung für Germanisten, sondern eine Einführung in die biografische Seite von einem, der sich entschlossen hatte, sein...
Ich ließ meinen Engel lange nicht los,und er verarmte mir in den Armenund wurde klein, und ich wurde groß:und auf...
Erfasst der Zwang der Produktion die Sprache, so schaltet sie sich in den Modus der Arbeit. Sie verkümmert zum Träger...











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