Earth Cry

1855 bot der Präsident der Vereinigten Staaten, Franklin Pearce, den Duwamish und Suquamish, einem mittlerweile ausgestorbenem Indianervolk im heutigen Bundesstaat Washington, an, ihr Land weißen Siedlern zu verkaufen und sich in ein Reservat zurückzuziehen.


Indigenen Völkern wie diesen war Kauf und Verkauf von Land fremd. Die Entgegnung von Seattle, Häuptling der Duwamish, ist ein Zeugnis:

«Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen, wie könnt Ihr sie dann von uns kaufen? […] Wir sind ein Teil der Erde, und sie ist ein Teil von uns.»

Das Bühneneurythmie-Projekt unter Leitung von Dong-Won Lim, Rob Barendsma und Bart-Jeroen Kool bringt den Geist dieser Rede auf die Bühne. ‹Earth Cry – How can you buy or sell the sky, the warmth of the land?› lautet das Programm des internationalen Projektensembles, dessen Aufführung am Goetheanum startet und dann auf Tournee geht.

«Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde; was immer den Tieren geschieht – geschieht bald auch dem Menschen. Alle Dinge sind verbunden. Was der Mensch der Erde antut, tut er sich selbst an.» So lauten die Mahnworte des indianischen Führers, der auch eine Brücke schlägt: «Vielleicht könnten wir Euch verstehen, wenn wir wüssten, wovon Ihr träumt.»


Goetheanum, Eurythmie-Gastspiel, 3. September, 19 Uhr

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Jan

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