Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, beginnt seinen Beitrag mit einer persönlichen Anekdote. Als er 15 Jahre alt war und in Kassel lebte, bat ihn sein Künstler-Onkel, für den als DDR-Bürger eine Reise nach Westdeutschland ausgeschlossen war, an seiner Stelle Joseph Beuys kennenzulernen. So kam es, durch verschiedene Umstände und Zufälle, dass der jugendliche Martin dabei war, als Beuys die Idee vorbrachte, Kassel als Kunstobjekt für die kommende Documenta zu bepflanzen. Erst Jahre nach seinem eigenen Mitwirken an der Bepflanzung fand von Mackensen heraus, dass der ‹Landwirtschaftliche Kurs› Rudolf Steiners einen signifikanten Einfluss auf Beuys’ Entwurf hatte, insbesondere Steiners Gedanken zur Blattwärme und Wurzelwärme. Von Mackensen spricht vor diesem Hintergrund über Beuys’ Kunstaktionen mit Kompost, Bäumen und goldener Krone. Er beleuchtet zudem Wärmequalitäten im Denken, die transformative Kraft der Erde als Zukunftsorgan und die Dynamik von Boden, Pflanzen, Tieren und Ton.
Auf goetheanum.tv Die Bedeutung der Wärme in der Landwirtschaft

