Lehrer-Komödie

Lehrer-Komödie: Die Armut der Lehrer, während die Staaten Unsummen für die Wehrmacht hinauswerfen. Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, dass sie sich Kriege für 60 Milliarden leisten müssen.

Aus Christian Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen. 1918.


Eine Tragödie, die aus der Ferne betrachtet wird, verwandelt sich in eine Komödie. Daher werden Komiker in der Regel ernst genommen – und können auch scharfe Ablehnung auslösen. Aber ist diese Distanz des Humors nicht ein Weg der Erlösung, eine Form der Hellsichtigkeit? Louis Defèche


Zeichnung von Philipp Tok

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  1. Sowohl der Vietnamkrieg als auch der Krieg im Irak
    als auch der Krieg in Afghanistan war nach meinen
    Informationen wesentlich kostspieliger bezogen auf den Geldbegriff.

    60 Milliarden (Portokasse)

    Wolfgang Püschel
    25.6.2022

  2. Die Tragikomödie geht in der Wirklichkeit viel weiter, denn mit Geld allein schafft man auch keine besseren Lehrer. So sind die Gehälter der Lehrpersonen auf den Philippinen im Lauf der Duterte-Regierung tatsächlich durchschnittlich um 100 Prozent angehoben wurden – jedoch hauptsächlich um den „cordon sanitaire“ um Präsident und Regierung zu verbreitern, wie überhaupt jede Menge Staatsbedienstete eingestellt werden, die aber nicht immer sinnvolle und in der Tat – oft besser – gar keine Arbeit tun. Und wo das Geld wohl her kommt? Die Bauern zum Beispiel haben keine Gehaltsaufbesserung bekommen. Und die junge Generation, von denen das Geld geliehen ist, klatschen Beifall, weil sie über die sozialen Medien entsprechend manipuliert werden. Ich spreche von meinen Beobachtungen auf den Philippinen. In der Tat hat sich hier eine Art Hellsichtigkeit erhalten, die sich bekanntermassen in lächelnder Gelassenheit äussert, heute aber immer mehr in Teilnahmslosigkeit. Oder Selbstmord. Auch eine Art Auflösung.

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