Jetzt schreiben wir für ein Jahr die Zahl 26 über Briefe und unter Dokumente. Da lohnt es sich, die 26 in den Blick zu nehmen. Mathematisch ist diese Zahl durch ihre Nachbarn einzigartig. Der Mathematiker Pierre de Fermat hat bewiesen, dass für keine andere Zahl gilt, was für die 26 zutrifft: Sie hat als Nachbarn eine Quadratzahl (25 = 52) und eine Kubikzahl (27 = 33). Die 26 ist durch ihre Position bestimmt. Die 26 spielt auch auf anderem Feld eine Rolle, wo es auf den Ort ankommt: 26 Buchstaben hat das lateinische Alphabet! Das gilt in der englischsprachigen Welt ebenso wie in Südamerika: Die verbreitetste Schrift besteht aus 26 Bausteinen! Interessant: Schon 1000 Jahre vor dem lateinischen Alphabet erscheint die 26 als Zahl der Schrift. Die hebräische Buchstabenfolge für den göttlichen Schöpfer lautet JHWH. In der antiken Zahlenmystik gehört zu jedem Buchstaben ein Zahlenwert. 10 für Jod, zwei mal 5 für He und 6 für Waw: macht 26. Und 26 Generationen dauert es, bis nach Adam und Eva Moses kommt und die Schrift empfängt. Die 26 ist die Zahl der Schrift. Und was ist die Schrift? Das beantworten die Ägypter, wenn sie Schrift ‹Hieroglyphen› nennen, ‹heilige Zeichen›. Mit der Schrift wird das göttliche irdisch. Daran, dass das Irdische göttlich war, erinnert uns die 26, wenn wir sie über einen Brief oder unter ein Dokument schreiben.
Siehe Wolfgang Held, Alles ist Zahl. Stuttgart 2017.
Formen Ella Lapointe, 2025.








