Durch das Buch ‹Alchemie der Klimakrise› weht ein großzügiger und erden- und menschenfreundlicher Atem.
Das Buch kommt wie ein Gesamtkunstwerk daher: von der Gestaltung in vorwiegend grüner Farbstimmung, die sich zu lichthaftem Gelb aufhellt oder zu schwarzem Karton abdunkelt – alles auf Umweltschutzpapier –, über die Kapitelaufteilung bis hin zum respektvollen, freundlichen und leicht verständlichen Schreibstil. Besonders die Covergestaltung sticht hervor: Der anthrazitfarbene Buchdeckel ist durch ein rautenförmiges Fenster durchbrochen und gibt den Blick auf ein ätherisch anmutendes Blaugrüngelb frei, dessen Leuchtkraft zunimmt, je mehr Abstand zwischen dunklem Einband und farbigem Karton entsteht.
Inhaltlich gleicht das Buch einer sinnvoll angeordneten Collage mit drei Zentren. Der erste Schwerpunkt stellt das Wesen des Kohlenstoffes in seiner durch Bildekräfteforschung ermittelten übersinnlichen rautenförmigen Gestalt vor und geht von dort in die Darstellung übersinnlicher Bildekräfteformationen in der Begegnung mit verschiedenen Luftqualitäten (Raumluft, CO2 technischer Herkunft, CO2 aus Hefegärung, Atemluft beim Lesen von Nachrichten, Atemluft beim Meditieren, Autoabgase, Autoabgase unter Absprache mit den Naturwesen).
Das zweite Zentrum setzt die von Rudolf Steiner geschilderten neun Erdschichten mit dem moralischen Verhalten der Menschen in Bezug, um davon ausgehend geomantische Beobachtungen an neun verschiedenen Kraftwerkstypen darzustellen.
Eingeleitet wird das Buch durch den dritten Schwerpunkt: eine leicht verständliche, kompetente und übersichtliche Erläuterung der aktuellen Klimaproblematik aus Sicht des heutigen naturwissenschaftlichen Weltbildes.
Immer wieder eingestreut finden sich Übungsanleitungen zur meditativen, bildekräfteorientierten oder geomantischen Beobachtung. Das Buch endet mit philosophischen Betrachtungen zum Ich des Menschen, das im Umkreis lebt (Rudolf Steiners Bologna-Vortrag vom 8. April 1911) sowie zu Möglichkeiten der Verlebendigung von Denken, Fühlen und Wollen.

Alchemie von Mensch und Erde
Das Geleitwort bzw. vor allem das Anliegen von dessen Autor, dem Klimapsychologen Stefan Ruf, gibt den Ton des Buches an: Die Klimakrise beginnt in unserem persönlichen moralischen Verhalten und kann nur dort auch eine Lösungsperspektive finden. Unsere eigene seelisch-geistige Verwandlung ist der Hebel, mit der auch das Klimaproblem der Erde gelöst werden kann. Für diese Alchemie der Klimakrise schwingt das Autorenteam keinen moralisch-autoritativen ‹Hammer›, sondern präsentiert Wissen, eigene Beobachtungen und regt zur Zusammenhangsschau an. Man spürt Hoffnung für und Vertrauen in den Menschen, in seine Entwicklungsfähigkeit und in sein Wiedergutmachungspotenzial.
Das Buch ist keine Streitschrift. Es drängt sich nicht auf, will auch nicht missionieren. Es ist ein ruhiger und friedlicher Beitrag zur Beforschung und Bewältigung der Klimakrise unter Ergänzung übersinnlicher Beobachtungen zu den heute ‹handelsüblichen› Darstellungen. Es ist ein Beitrag, der durch seine Menschlichkeit und Wesensorientierung vielleicht umso nachhaltiger und eindrücklicher ausfällt. Das Buch hegt auch keinen wissenschaftlichen Anspruch, kann und will ihn auch nicht hegen. Es will wohl am ehesten ein ansprechender, leicht verständlicher, freilassender und vom Inhalt über die Gestaltung bis zum Druck hin konsistenter Gesprächsbeitrag zur öffentlichen Klimadebatte aus einer geisteswissenschaftlich (Bildekräfteforschung, Geomantie) orientierten Forschergemeinschaft sein. Damit kommt das Buch einer grundlegenden Aufgabe des freien Geisteslebens gegenüber den Anforderungen der heutigen Gesellschaft nach.
Buch Markus Buchmann, Wolfgang Schneider, Ulrike Wendt, Alchemie der Klimakrise – Anleitung für ein inneres Verhältnis zu unserer Erde. Verlag Freies Geistesleben, 2025.








