Heilen und lehren

Wer durch eine Krankheit geht, spürt, dass es mit der Genesung auch darum geht, etwas zu lernen – Krankheit als Transformation. Umgekehrt spielen körperliche Fragen ins Lernen. Was eine Lehrperson als mangelnde Auffassungsgabe versteht, hat womöglich körperliche Ursachen. Mit dieser Wechselbeziehung von Medizin und Pädagogik zu rechnen, gehört zum Kern der Waldorfpädagogik und der Anthroposophischen Medizin. «Sie sehen daraus, wie die Pädagogik zur Heilkunde werden muss und wie die Heilkunde vertieft werden muss zur Pädagogik», so Rudolf Steiner im ‹Heilpädagogischen Kurs›. Deshalb gehören Schul- und Kindergartenärzte und -ärztinnen an Waldorfschulen zum Kollegium, und entsprechend spannen in dieser Frage Medizinische und Pädagogische Sektion zusammen. Jetzt, vom 21. bis 24. Oktober, treffen sich medizinisch und im Förderunterricht Tätige und in Pädagogik in Notfallsituationen Engagierte zum Austausch über Identitätsbildung in Kindheit und Jugend. Ein Highlight: Der Arzt Bruno Callegaro spricht über die Urfrage: ‹Wie wird der Leib mein Zuhause?›


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