1908 gründete Marie Steiner in Berlin den Philosophisch-Anthroposophischen Verlag als ersten Verlag der anthroposophischen Bewegung. Auf ihn gehen sowohl der Rudolf-Steiner-Verlag als auch der Verlag am Goetheanum zurück. Nun wollen die heute benachbart arbeitenden Verlage für die Geschäftstätigkeit Synergien nutzen und ihr Geschäft bis Sommer 2025 zusammenführen. Der Verlag am Goetheanum überführt dafür sein Buchlager und seine Rechte in die bisherige Aktiengesellschaft des Rudolf-Steiner-Verlags und wird im Gegenzug Teilhaber der Gesellschaft mit Sitz im Verwaltungsrat. Die Identitäten der Verlagsmarken beider Verlage werden erhalten und sollen künftig unter dem Dach einer Verlagsgruppe mit dem Namen ‹Philosophisch-Anthroposophische Verlage (im wirtschaftlichen Format Aktiengesellschaft) geführt werden. Die Verlagsleitung wird bei Johannes Onneken liegen, der 2024 die Leitung des Rudolf Steiner Verlags übernommen hat, während Thomas Didden als Geschäftsleitung des Verlags am Goetheanum in den Ruhestand geht. Vorgesehen ist, dass seitens des Goetheanum Christiane Haid und Justus Wittich das Programm des Verlags am Goetheanum in Kooperation mit der künftigen Verlagsgruppe betreuen. Künftig werden so die von der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung herausgegebenen Werke Rudolf Steiners wieder in einer Verlagsgesellschaft zusammen mit anthroposophischer Literatur aus der Arbeit am Goetheanum und dem Umfeld der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft erscheinen.

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