Am Wochenende vom 14. und 15. Februar veranstaltet die Anthroposophische Gesellschaft in der Schweiz ihre Jahrestagung am Goetheanum. Die delphische Losung ‹Erkenne dich selbst› ist das Thema der Zusammenkunft, die sich dieses Jahr speziell an Interessierte richtet, die beruflich in anthroposophischen Arbeitsfeldern tätig sind. Was bedeutet es für die Selbsterkenntnis, so fragen die Veranstaltenden, wenn man aus anthroposophischer Anschauung davon ausgeht, dass man bei der Geburt kein ‹unbeschriebenes Blatt› ist, sondern mehrere Verkörperungen hinter sich und noch viele vor sich hat? Christina Messmer greift die Frage für die Medizin auf, Tomáš Zdražil für die Pädagogik. Auf diese Weise nach dem menschlichen Wesenskern zu fragen, spiegle das zentrale Anliegen der Anthroposophie, das Sein und Handeln in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Dieser ‹Horizonterweiterung› der Selbst- und Welterkenntnis wollen sich die Verantwortlichen der schweizerischen Anthroposophie gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen der Arbeitsfelder in den nächsten Jahren widmen. Damit kommen sich Anthroposophische Gesellschaft und anthroposophische Berufs- und Lebenspraxis näher.





