Wo erleben wir Momente eines ‹Stirb und werde!›? An welchen Stellen oder in welchen Momenten sind wir selbst betroffen von einem Auferstehungserleben? Und wie tritt es ins Bewusstsein? Wir baten einige Sektionsleitende am Goetheanum um kleine, durchaus auch persönliche Beiträge, in denen sie solche Momente wahrnehmen.
Sonja Zausch · Bart Vanmechelen · Jan Göschel
Selbstwirksamkeit als Auferstehungskraft
Auferstehung kann dort erlebt werden, wo ich die Verbindung zwischen der physisch-sinnlichen Welt und der geistigen Welt spüre. Hier ein Beitrag aus unseren Erfahrungen, in Entwicklungsräumen zusammenzuarbeiten und so Selbstwirksamkeit als Auferstehungskraft zu erleben.
Erstes Phänomen: Sich mit der Welt verbinden. Ein kleines Kind spielt im Laufstall, hört seine Mutter in der Küche arbeiten und schafft es nach mehreren Versuchen zum ersten Mal, sich hochzuziehen und aufrecht zu stehen. Es jubelt vor Freude. Beweglich auf der Suche nach Gleichgewicht erlebt es die Unterstützung der Erde unter seinen Füßen, und eine ganz neue Perspektive auf die Welt eröffnet sich. Seine Augen strahlen vor Freude. Es erlebt sich bewusst, ganz präsent, auf der Erde angekommen. Eine Verbindung zwischen Himmel und Erde ist hergestellt worden.
Zweites Phänomen: Sich mit anderen Menschen verbinden. Ein Mensch mit körperlicher Behinderung kann nicht selbstständig stehen. Die Eurythmie-Therapeutin macht bewusst durchlebte Gesten des Aufrichtens und des Sichöffnens für die Welt. Sie ermutigt den Menschen. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf die Therapeutin und lebt innerlich mit den Gesten, der Haltung und den Absichten mit, die zum Ausdruck gebracht werden. Durch die Nähe und die Zusammenarbeit entstehen Vertrauen und Mut. Er kann innerlich mitfühlen und fühlt sich gestärkt, die Bewegung nachzuahmen. Durch die ermutigenden Worte der Therapeutin fühlt er sich wahrgenommen und so akzeptiert, wie er ist. In voller Hingabe an das gemeinsame Üben entstehen Verbindung, Motivation und neue Kräfte. Völlig bewusst und freudig schaut er die Therapeutin dankbar an. Die Geistesgegenwart ist im sozialen Raum des therapeutischen Moments erlebbar. In der Imagination der Therapeutin entsteht ein Bild des möglichen nächsten kleinen Entwicklungsschritts. In der Inspiration entsteht Wachsamkeit für die Bewegungen, die diesen nächsten Schritt ermöglichen können. Und in der Intuition wird bewusst erlebt, wie sie gemeinsam weiterüben können.
Drittes Phänomen: Wir verbinden uns mit unseren Idealen. In einem jährlichen Intervisionsmoment unseres Teams werden die Erfahrungen des vergangenen Jahres reflektiert. Im Gespräch wird anhand der Beobachtungen und Fragen, die in den vielen Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen gestellt wurden, ein gemeinsames Bild aufgebaut. Die Teammitglieder hören empathisch zu, stellen klärende Fragen und halten sich mit Urteilen zurück. Gemeinsam wird nach dem Wesentlichen und der Erkenntnis gesucht. Die Intervisionsbegleiterin ist involvierte außenstehende Zeugin, beobachtet mit innerer Distanz und lebt sich gleichzeitig ein. In ihrem Feedback wird deutlich, dass sie noch eine weitere Ebene wahrgenommen hat: Der Prozess wird beschrieben und es entsteht ein Raum, in dem auch Verletzlichkeiten geteilt werden können. In der gemeinsamen Wahrnehmung wird deutlich, was wir in unserer Teamentwicklung aufnehmen können, um die Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Es entsteht ein neues Bewusstsein für die Ausrichtung. Die gemeinsamen Ziele werden wieder greifbarer und verbindender. In den Vereinbarungen und Plänen können dadurch Wärme, Mut und Vertrauen leben, sodass in die Verwirklichung der Ideale auch unsere innere Kraft und Freude am gemeinsamen Gestalten und Verwirklichen einfließen.
Eduardo Rincón
Den Fluss überqueren
An einem Tag im April, als ich neun Jahre alt war, machten wir einen Schulausflug zu einem Park, der in der Nähe des Waldes lag. Neugierig und voller Tatendrang überzeugte ich zwei Freunde, uns heimlich davonzustehlen und den Wald zu erkunden. Wir folgten einem Pfad in eine tiefe Klamm, wo wir eine Gruppe Pfadfinder trafen, die gerade wieder auf dem Weg nach oben waren. Sie warnten uns, nicht bis runter zum Fluss zu gehen, und nannten die Schlucht ‹Teufelsklamm›. Wir dachten, sie würden Spaß machen, und gingen weiter. Der Weg verengte sich an einem steilen Abgrund. Ich alberte rum und rutschte aus, auf die Kante zu. An Pflanzen konnte ich mich noch eine Weile halten zugleich erkannte ich, dort auch, wie tief es nach unten ging. Mein Griff hielt nicht stand und ich fiel 9 Meter in das Flussbett. Ich verlor kurz das Bewusstsein und erwachte orientierungslos auf dem Rücken liegend. Ich hörte bald meine Freunde rufen, dass die Lehrer auf dem Weg seien. Einer der Pfadfinder gab mir Anweisungen, wie ich im Flussbett laufen sollte bis zu einem Platz, wo sie mich herausziehen könnten. Als ich stand, bemerkte ich erst, dass meine Beine schwer verletzt waren, aber es gelang mir, den kleinen Fluss zu überqueren und am Fuß der Schlucht zu entlanghumpeln. Ich erreichte den Punkt, an dem mir Menschen zusammengebundene Gürtel nach unten ließen. Sie zogen mich hinauf und brachten mich direkt ins Krankenhaus. Beide Beine waren schwer verletzt, ein Knie musste operiert werden. Ich konnte monatelang nicht laufen und war an einen Rollstuhl gefesselt. Aber die tiefe Verwandlung bezog sich nicht nur auf meinen Körper. Von diesem Zeitpunkt an empfand ich das Leben sehr anders. Die Welt schien mir nicht mehr die gleiche zu sein, so als ob sich etwas Wesentliches verschoben hatte. Ich begann, das Leben und den Tod anders anzuschauen. Und ich glaube, mit diesem Ereignis hörte ich auf, ein kleiner Junge zu sein.
Ohne es zu bemerken, hatte ich eine Art persönlichen Rubikon passiert, einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Ich war wie aus der Gnade gefallen, abrupt und orientierungslos. Der Schleier hatte sich zu schnell gehoben und ließ mich mit einem Gefühl von Getrenntheit von der Welt und den anderen zurück, wie ich es zuvor nicht gekannt hatte. Diese Erfahrung war entsetzlich und ich brauchte Jahre, um mich darin zurechtzufinden.
Und doch gab es noch etwas anderes in diesem Augenblick, das viel schwieriger zu erklären ist. Es fühlte sich an, als hätte ich einen Blick auf etwas jenseits des Gewöhnlichen erhascht, als hätte sich eine Tür vor mir aufgetan. Und ich weiß eindeutig, dass ich mich entschied, nicht hindurchzugehen – ich hatte Angst damals. Selbst heute noch finde ich mich in diesem Moment wieder und frage mich, wohin der Weg wohl geführt hätte. Er wurde zu einem wesentlichen Bestandteil meiner beständigen inneren Reise und ein fundamentaler Aspekt meiner Forschung. In den darauffolgenden Jahren habe ich noch weitere Nahtoderfahrungen erlebt. Jede hinterließ ihre Spuren und formte den Lauf meines Lebens.
Vesna Forštnerič Lesjak
Das Leben nimmt, um mehr zu geben
In meinem Leben habe ich den Tod während des ersten Mondknotens und noch einige Jahre danach sehr stark erlebt. Es begann mit dem Verlust der Freundschaft zu einer mir sehr lieben Person, von der ich fühlte, dass sie eine Schlüsselrolle in meinem Leben spielte. In dieser Zeit erlebte ich den Tod auch in Bezug auf mich selbst. Denn ich setzte mich intensiv mit den Schattenseiten meiner eigenen Persönlichkeit auseinander und versuchte bewusst, sie zu transformieren. Denn diese Schatten sollten mich nicht mit sich in den Untergang reißen. Zur gleichen Zeit erlebte ich den Tod auch in dem, was mir bis dahin am meisten am Herzen lag – in der Wissenschaft. Die äußere Vesna, die die äußere Wissenschaft liebte, zerfiel, während die innere Vesna geboren werden wollte, die in der Wissenschaft auch einen höheren Sinn, Bedeutung und das Licht der wahren Erkenntnis entdecken wollte. Der Höhepunkt vollzog sich eines Tages während einer Vorlesung in Pharmazie. Wir lernten über Gerbstoffe und ihre Strukturformeln in Eichenrinde. Plötzlich kam mir der Gedanke, dass ich gar nicht mehr wusste, wie eine Eiche überhaupt aussieht, nicht einmal ihre Borke und Rinde. Das Gefühl der Entfremdung von der realen Welt und den Wesen in ihr vertiefte sich mit jedem Tag an der Fakultät bis zu einem dunklen Abgrund. An diesem Tag ging ich in den Park, um bewusst einer Eiche zu begegnen. Es war eine besondere Begegnung, ich verschlang sie mit meinen Augen, betrachtete sie, berührte ihre Borke, ihre Blätter. Und ahnte, dass hinter dieser Erscheinungsform ein ganz bestimmtes Lebewesen steht und lebt. In mir wurde der Goetheanismus wie von selbst geboren und mit ihm das Interesse an der Welt. Es begann ein langsames Auferstehen, das sich mit viel Mut und Aktivität über Jahre hinweg aufbaute und bis heute andauert. Es basiert auf der Erweiterung der eigenen Persönlichkeit zum Verständnis einer größeren Welt, die das eigene Selbst nicht ausschließt, es aber auch nicht zur ersten Priorität macht. Es basiert auch auf der Entwicklung und Nutzung der eigenen Kräfte und Fähigkeiten für kleine Schritte in der Welt.
Besondere Menschen, die mir im Laufe der Jahre wie Engel und Wegweiser im richtigen Moment begegnet sind und mir auf ihre jeweils eigene Weise die Wasser der Anthroposophie und der goetheanistischen Naturwissenschaft gebracht haben, bauen mit mir diesen Weg der Auferstehung auf. Auch zu Hause in der Familie sind wir uns sehr bewusst, welchen Segen ein umfassenderer und tieferer Blick auf die Welt und sich selbst mit sich bringt, den Christus-Impuls, der in jedem geboren werden kann und über den wir auch offen und ehrlich miteinander sprechen können.
Von der Person, die mein Leben und meinen Weg während des ersten Mondknotens geprägt hat, habe ich für gut 16 Jahre nichts mehr gehört. Gelegentlich wollte ich Kontakt aufnehmen, schrieb einen Brief oder eine E-Mail, erhielt aber nie eine Antwort. Trotzdem glaubte ich immer, dass das Leben sie mir in irgendeiner Form, wenn auch nicht in diesem Leben, zurückbringen würde. Vor allem, wenn ich die ganze Welt und das Leben umarmen würde, sodass auch sie dieser weiten Umarmung nicht entkommen könnte. Und tatsächlich, kurz vor dem zweiten Mondknoten brachte das Leben sie in einer sehr komplexen Form zurück, als sie fast den Sinn für ihr Leben verloren hatte, gerade zu der Zeit, als ich meine Aufgabe innerhalb der Naturwissenschaftlichen Sektion übernahm.
Die Auferstehung ist real, wenn man für sich selbst stirbt. Je mehr einem das gelingt, desto größer kann die Auferstehung sein. Bei mir ist diese Auferstehung relativ klein, aber ich bin mir ihrer sehr bewusst und sie leuchtet mir wie ein starker Leuchtturm, auch wenn das Meer dunkel und stürmisch ist.
Stefan Hasler
Ostermotiv
Der Weg vom Tod in das Leben, vom Karfreitag in das Ostermysterium, ist das große Thema, das Richard Wagner in seinem Bühnenweihfestspiel ‹Parsifal› künstlerisch erlebbar macht. Verwandlung ist ein Grundmotiv sowohl der Parsifalgeschichte wie auch der musikalischen Ausgestaltung durch Richard Wagner. Verwandlung ist daher auch das Grundmotiv unserer Inszenierung des ‹Parsifal› am Goetheanum. Die Aufgabe, die Eurythmie in die Gestaltung dieser Oper einzubinden, hat zahlreiche Metamorphosen durchlaufen – einen wahrhaften Verwandlungsprozess. Wir Eurythmistinnen und Eurythmisten sind gewohnt, ein sprachliches oder musikalisches Werk zu suchen, das uns für unsere Kunst geeignet scheint, an und mit ihm zu arbeiten und es auf bestmögliche Weise darzustellen. Singende sind es gewohnt, eine Geschichte zu erzählen und dafür zu dialogisieren. Eurythmisten und Eurythmistinnen tendieren zu Imaginativem, Sänger und Sängerinnen zur Aktion.
Am Ende des dritten Aufzuges erscheint die Taube als Sinnbild der Verklärung und Erlösung und der Vereinigung mit dem Göttlich-Geistigen. Mein inneres Bild dieser Szene war bestimmt durch die Kraft, die hinter dieser Taube als Bild des Heiligen Geistes aus dem Himmel kommt, von Wagner mit wunderbaren Melodien bedacht, die wie vom Jenseitigen durch eine Tonart zur nächsten durchklingen. Das sollte entsprechend eurythmisch so durch den Raum bewegt werden, sodass in den Zuschauenden das Bild ersteht, es komme real etwas von oben nach unten, das den Raum erklingen lässt – es galt also, eine Art Ätherstrom zu erzeugen, der dieses Erlebnis ausdrücken könnte. Nun ist genau diese Szene aber eine der ruhigsten im ganzen Werk. Alles Streben, alle Spannungen, alle Verstrickungen sind gelöst. Parsifal hat den Gral gefunden, Amfortas ist von seinem Leiden befreit, Kundry ist erlöst, die Gralsritter sind unter dem neuen König wieder vereint, das Werk ist vollbracht. Auch die Inszenierung sollte also diesen Moment der größten Ruhe ausstrahlen. Wir haben daher statt der weiter oben beschriebenen, von kraftvoller Bewegung geleiteten Eurythmie eine einzige Gebärde gefunden, die dieses stille Innehalten ausdrücken kann: Die ganze Gruppe der Eurythmisten und Eurythmistinnen findet sich zusammen mit gefalteten Händen, die aber umgedreht nach außen und oben offen sind, sodass durch sie wie über der Mitte eine imaginäre Taube erlebbar wird. Die Kraft aus dem Umkreis wird zu einer Art Zentrum, das alle anderen Zentren, wie die Gralsritter und die Darstellenden von Gral und Speer, um sich vereint. Die aus dem Himmel sich herniedersenkende, Gnade schenkende Kraft kann auf diese Weise Aufnahme finden und den Geist erfahrbar machen. Die von uns gesuchte eurythmische Bewegung im Raum wird wie imaginär erlebbar, gerade weil sie nicht ausgeführt und nicht ausbewegt wird. Die individuellen Bezüge zu diesem Geschehen kommen dennoch ins Bild, sie werden von den Chorsängern und den Solistinnen zum Ausdruck gebracht.
Richard Wagner verlegt dieses Geschehen auf den heiligen Karfreitag, auf den das Osterlicht fällt. Diese Verdichtung erlebe ich als Prozess der vollkommenen Umstülpung. Das bisher Gültige, auch bezogen auf die künstlerischen Ausdrucksmittel, gilt nicht mehr. Ich kann nicht auf Gewohntes und auf Gekonntes zurückgreifen. Im Verlauf der Proben bedeutete diese Erkenntnis für uns zunächst einmal einen kleinen Schock. Er rief erneut ins Bewusstsein, dass die selbst gestellte Aufgabe, Eurythmie in eine Oper hineinzugeben und mit der Regisseurin Jasmin Solfaghari zu beiderseitiger Zufriedenheit zusammenzuarbeiten, etwas vollkommen anderes erforderte und zugleich ermöglichte. So wurde das Bild der sich herniedersenkenden Taube auch für mich selbst zu einer Transformation: Gewohntes wollte losgelassen, Ohnmacht erfahren, die Aufgabe neu und anders gegriffen werden, sodass schlussendlich Neues geschöpft werden konnte.
Der neue Pegasus
Nathaniel Williams
Das Kino ist aus dem Sandstein des Berges gebaut worden, auf dem es stand. So auch viele der anderen Gebäude auf dem Campus der Hochschule. Obwohl es in erster Linie für die Studierenden gebaut worden war, konnten auch Anwohnende so wie ich die Vorführungen besuchen. Ich erinnere mich, wie ich das dunkle Kino nach einer Vorstellung verließ und durch die zwei Metalltüren in die dunkle Nacht trat. Eine Straßenlaterne war nahe des Ausgangs. Es gab eine Hecke entlang des Weges. Ich hatte den Eindruck, als sei keinerlei Luft zwischen den Blättern der Büsche. Der mich umgebende Raum erschien mir wie ein Vakuum, der Inbegriff von Leere. Ich war etwa zehn Jahre alt, 1989. Im März 2026 trat ich aus einem dunklen Kino, nachdem ich an einer Aufführung des New Pegasus Project teilgenommen hatte. Es war ein frischer Tag gewesen und ich wurde von den kleinen weißen Blütenblättern eines Zweiges empfangen. Auf dem Weg erschien der Kalkstein, dazwischen Moos und braune Blätter aus dem letzten Jahr. Das gefleckte Stückchen Graugrün und Weiß zog mich in seiner Schönheit ganz in seinen Bann. Zwischen all diesen Farbflächen spürte ich ein Leben.
Bilder und Projektionen sind ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens. Der Eindruck aus meinem zehnten Lebensjahr, der sich öfter wiederholte, bezog sich auf die Welt der bewegten Film- und Kinobilder, die durch automatische Projektionsgeräte auf eine Leinwand beschworen worden waren. Vier Jahrzehnte später kann ich dank Hyperautomatisierung, sogenannter künstlicher Intelligenz, mit einfachsten Befehlen eine erstaunliche Vielfalt an Bildern und Videos auf einer Leinwand erzeugen. Das New Pegasus Project zu entwickeln, beinhaltet in gewisser Hinsicht, die Magie der automatisierten Leinwand auf den Kopf zu stellen. Ich habe an Instrumenten gearbeitet, die auf die kleinsten Bewegungen der Kunstschaffenden reagieren. Gleichzeitig ermöglichen sie eine Echtzeitsteuerung von Farbe, Bewegung, Form und Helligkeit.
Leistungsstarke neue Technologien erlauben mir, mit wenig oder fast keiner Mühe, hochdetaillierte und komplexe Bilder innerhalb von Sekunden zu produzieren. Die von mir entwickelten Instrumente, die ‹Light Horses›, ermöglichen Bildkreationen, die von Sensibilität, Geschick, Inspiration und meiner momentanen Kreativität abhängen. In den letzten fünf Monaten arbeitete ich künstlerisch mit diesen Instrumenten. Meine Erfahrung von physiologischer Farbe hat sich intensiviert. Es kam zu einer Art Vertiefung meines Sehsinnes und meiner Vorstellungskraft. Das wiederum hat die visuellen Elemente in meinen Träumen und meinem kontemplativen Leben beeinflusst. Ich weiß durch meine Arbeit mit jungen Menschen, dass Medien- und Bildschirmhygiene ein sehr wichtiges Thema ist. Ich spüre, dass Live-Bildschirminstrumente und ähnliche Kunstformen eine wesentliche Facette sein könnten, um die automatischen Bewegtbilder und die kreativen, lebendigen Bilder in einen Ausgleich zu bringen.
Karin Michael
Durch den Sturm
Trotz Daunenjacken kroch uns die Kälte unter die Haut. Es war etwa minus 15 Grad kalt. Keiner zog für die Nacht etwas aus.
Wir waren im März 2001 acht Tage im nördlichen Ural auf einer Skiwanderung von Vorkuta nach Sobj. Meine erste Überschreitung der europäisch-asiatischen Grenze unternahmen wir zu fünft auf alten russischen Skiern mit je einem Schlitten im Schlepptau, auf den wir Proviant, Schlafsäcke und Zeltmaterial geladen hatten. Am ersten Abend standen wir wie verzaubert vor den Nordlichtern des siebenundsechzigsten. Breitengrades. Danach zog das Wetter zu und am dritten Tag kam gegen Abend ein schwerer Sturm auf. Die Gegend ist flach und es gab keinen Windschutz. Um das Zelt zu sichern, steckten wir rundum Skier als Zeltnägel tief in den Schnee. Mitten in der Nacht wachte ich vom anschwellenden Heulen des Sturms auf. Unser Führer Sascha saß gebeugt unter der Zeltstange, die dem Wind nicht mehr standhielt. (Von da an wanderte er heroisch mit eben dieser Krümmung des Rückens weiter.)
Am Morgen war es still geworden. Wir krochen aus dem Zelt und untersuchten den Schaden. Drei Skier waren abgebrochen – glücklicherweise hinter der Bindung. Nun verstand ich den Vorteil alter Holzskier: Sascha sägte die Skier hinten ab und wir brachen wieder auf.
Nach drei Stunden wurde es vorzeitig dunkel und nun erfuhren wir, was ein wirklich schwerer Sturm in der Tundra bedeutet. Nach einer eiligen Blasenentleerung zog ich einen Handschuh aus, um meine Reißverschlüsse wieder gut zu verschließen. Der kleine Finger meiner rechten Hand war in wenigen Sekunden weiß geworden. Das taube Gefühl ging erst nach sechs Wochen allmählich wieder zurück. Schlimmer war, dass eine Kollegin sich zu solchem Anlass ohne Handschuhe zu weit entfernt hatte, im Sturm die Richtung verlor und Sascha sie nur mit großem Glück rasch genug fand, um Erfrierungen – nicht nur an ihren Händen – noch abzuwenden.
Wir mussten unseren Weg für diesen Tag unterbrechen und einen Schutzwall bauen. Mit einer scharfen Metallplatte schnitten wir Blöcke aus dem harten Schnee und bauten daraus eine Mauer. Als sie gerade ausreichend hoch war, um mit dem Zeltaufbau dahinter beginnen zu können, drückte der Wind sie zu Boden. Wir begannen von vorn. Nach mehreren Stunden – es war inzwischen Nacht geworden – stand das Zelt und wir waren hungrig und erschöpft. Die bange Frage, wie lange so ein Sturm anhalten könnte, wurde von Sascha mit einem Achselzucken beantwortet. Wir wurden sehr schweigsam. Trotz monströser Daunenjacken kroch uns die Kälte unter die Haut. Es war etwa minus 15 Grad kalt. Niemand zog für die Nacht etwas aus. Nur die Schuhe wurden ans Fußende des äußeren Gruppenschlafsacks gelegt (wo sie trotzdem hart gefroren blieben). Der zweite, eigene Schlafsack erzeugte auch nur gerade eben noch etwas Wärme.
Wir waren nun vier Tagesmärsche von Vorkuta entfernt und die halbe Wegstrecke bis zum Zielbahnhof lag noch vor uns. Wie viele Tage können wir unter diesen Bedingungen durchhalten? Werden wir hier erfrieren? Unsere jüngste Mitreisende weinte. Ich schrieb unter dem Licht der Taschenlampe im Schlafsack noch etwas in mein Reisetagebuch – irgendwie bereit zu sterben. Wir schliefen ein und wussten, dass man bei Kälte besonders im Schlaf erfriert.
Am nächsten Morgen schien strahlend die Sonne. In der Ferne waren die Hügel des Ural sichtbar geworden. Die weiße Welt war von unglaublicher Schönheit und innen leuchtete eine tiefe Dankbarkeit für ein weiteres Stück Leben und ein überstandenes Abenteuer.
Peter Selg
Ich bin für Fortschreiten …
Während meines Medizinstudiums arbeitete ich an einer Ideengeschichte von Rudolf Steiners Aussagen zur Humanphysiologie, gewonnen aus sämtlichen Büchern seiner Gesamtausgabe. Ich wollte herausfinden, wie er zu seinen außerordentlichen Perspektiven gekommen war und wie sich dieselben über Jahre weiterentwickelt hatten. Es war ein intensives Studium, die Bücher lieh ich in Bibliotheken, kopierte viele und exzerpierte von Hand, später mit der Schreibmaschine. Im Praktischen Jahr in der Berliner Charité konnte ich die ga in der Bibliothek des Steiner-Hauses in der Bernadottestraße leihen und in den Ostteil der Stadt (Prenzlauer Berg) tragen. Ich las, dachte und schrieb; irgendwann war die Kraft zur Überschau und zum Detail zu Ende, nach der täglichen klinischen Arbeit, und ich fragte mich, wie Steiners damalige Hörerinnen und Hörer die Überfülle dieser hochkomplexen Darstellungen aufgenommen, für sich geklärt und verinnerlicht hatten. Was hatten sie damit anfangen können, lebten die Ideen in ihnen, sahen sie ihren morphologischen Zusammenhang? Ich musste eine Pause machen und begann, ihre Viten zu studieren; es waren spannende Biografien der Erstbegegnung mit der Anthroposophie, auch wenn meine eigentliche Frage nach der verstehenden Rezeption, nach der Hermeneutik, weitgehend unbeantwortet blieb. In der Bibliothek erkundigte ich mich, am Ende der Reihe ‹Pioniere der Anthroposophie› und auch der sonstigen ‹Schüler›-Viten angekommen, nach Ita Wegman, die mit Steiner bekanntlich ein Buch geschrieben habe. Von ihr wollte die Bibliothekarin aber partout nichts wissen. Verwundert ging ich meiner ahnungslosen Wege, aber fand in einer Buchhandlung Berlins drei Bände, nagelneu: ‹Wer war Ita Wegman – Eine Dokumentation›. So kam ich in Beziehung zu Emanuel Zeylmans van Emmichoven, ihrem Biografen. Eine lange und intensive Freundschaft begann. Er hatte ihren gesamten Nachlass bei sich zu Hause. Im Laufe unserer vielen Gespräche fragte er mich irgendwann, ob ich nicht daran weiterarbeiten wollte – aber bei einem der nächsten Besuche waren alle Ordner weg. Er hatte mit der Ita-Wegman-Nachlassverwaltung entschieden, alles Material der Universitätsbibliothek Basel (Handschriftenabteilung) zu überstellen, einem «sicheren Ort», wie er sagte. Ich konnte es nicht glauben.
Zeit verging. Im Frühsommer 2001 fragte Michaela Glöckler bei mir an, ob ich bereit sei, drei Abendvorträge über Ita Wegman bei der Medizinischen Jahreskonferenz zu halten, im Großen Saal des Goetheanum. Meine ersten Bücher waren erschienen, darunter auch die umfangreiche Arbeit zur Humanphysiologie. Ich telefonierte mit Emanuel – was tun? «Sprich!», sagte er. «Aber wie denn?», fragte ich, «ich kann doch nicht einfach erzählen, was du erarbeitet hast!» «Dann geh in die Universitätsbibliothek und arbeite weiter!» Er hat gut reden, dachte ich, sagte es aber nicht, nahm drei Tage frei und fuhr mit Herzklopfen hin. In den Gängen im Keller waren die Ordner. Ich transportierte sie mit dem Wägelchen in den Lesesaal, fand in der kurzen Zeit wichtige Dinge, erlebte aber auch ein Gespräch zwischen Bibliotheksmitarbeitenden in breitem Schweizerdeutsch über die Frau aus Arlesheim, die es schwer mit der Witwe von Steiner gehabt habe. So viel glaubten sie zu wissen; es schien mir erbärmlich. Am letzten Tag entdeckte ich in den Regalen auch Notizbücher von Steiner und Wegman in Bananenkisten liegen und war verzweifelt. Durch einen Zufall erfuhr ich dann, dass der Nachlass Wegmans noch nicht endgültig der Universitätsbibliothek gehörte; es gab noch eine Zurücknahmefrist, die in Kürze ablief! Ich sprach mit der Nachlassverwaltung und der Klinikleitung in Arlesheim und erhielt Räume im Holzhaus, dann ging alles sehr schnell. Es kam der 11. September 2001 und die Welt stand, nach den Anschlägen in New York, am Rand eines neuen Krieges. Die Medizinertagung begann, ohne die Kolleginnen und Kollegen aus den USA, und die Angst war allgegenwärtig. Vier Tage nach der Katastrophe der Twin Towers, inmitten dieser Spannung, an einem Nullpunkt, ging es dann im Großen Saal um Ita Wegman und den aufrichtenden Mut zur Heilung. Kurz danach kehrte ihr Nachlass nach Arlesheim zurück, zur weiteren Arbeit, die in die Zukunft führen sollte.
Philipp Reubke
Was ist der längere Hebel?
Auch ich möchte immer wieder recht haben. Auch ich empfinde eine gewisse Befriedigung, wenn ich meine, dass ich mich mit meinem Recht auf der Seite des Guten befinde. Und wenn dann die Umstände so sind, dass ich am längeren Hebel sitze, gefällt es mir, mich für mein Recht einzusetzen. Vor Jahrzehnten dachte ich, mein gutes Recht bestünde darin, das Sorgerecht für meine vier Kinder zu bekommen. Schließlich meinte ich alles getan zu haben, damit die Partnerschaft mit der Mutter der Kinder harmonisch fortdauern könnte. Allerdings war deutlich, dass sie das nicht wollte. Zudem war ich überzeugt, als Erzieher die volle Kompetenz und Motivation dafür zu haben und beweisen zu können, dass ich schon immer einen größeren Teil der häuslichen Aufgaben übernommen hatte.
Der längere Hebel ergab sich für mich daraus, dass ich in dieser Zeit einen väterlichen Freund hatte, dessen Sohn in meiner Kindergartengruppe war, von Beruf Rechtsanwalt und Spezialist für Familienrecht. Eines Tages nach dem Mittagessen bei ihm zu Hause schnitt ich das Thema an und fragte, ob er mich nicht in dieser Sache professionell unterstützen könnte. Ich war mir ganz sicher: Er ist mein Freund. Er ist gerade der Richtige. Er wird das machen. Er brauchte nicht lange, um mir seine Meinung zu sagen. Und die war so, dass sie alle rationalen und moralischen Gewissheiten, meine Interpretation meines Verhaltens in den vergangenen Jahren und auch meine Zukunftspläne erschütterte. «Als Rechtsanwalt würde ich dir sagen: Natürlich, ich übernehme den Fall und wir haben hohe Chancen, die Gerichtsverhandlung zu gewinnen. Als Freund sage ich dir aber: Führe keinen Rechtsstreit um das, was dir am meisten am Herzen liegt. Meine Erfahrung als Rechtsanwalt zeigt mir, dass alle, die das gemacht haben, nicht nur ihren Kindern, sondern auch sich selbst geschadet haben. Im Moment stört es dich nicht, der Mutter der Kinder zu schaden. Aber schon durch einfache Überlegung könntest du einsehen, dass du auch das im Grunde nicht willst. Mein freundschaftlicher Rat macht mich beruflich überflüssig: Akzeptiere alles, was die Mutter der Kinder will. Arbeitet mit einer professionellen Mediatorin, die euch hilft, dass ihr wieder vernünftig über alles reden könnt, was die Kinder betrifft. Und ich garantiere dir: In ein paar Jahren kannst du dich wieder so viel um die Kinder kümmern, wie du willst, und allen Beteiligten wird es viel besser gehen als jetzt. Wenn du aber einen Rechtsstreit führst, müsst ihr alle Federn lassen und viel mehr Wunden hinnehmen. Ihr werdet viel länger brauchen, wieder euer Leben in die Hand zu nehmen. Der Rechtsstreit löst keines eurer Probleme. Er hindert euch, wirklich an euren Schwierigkeiten zu arbeiten und euch zu entwickeln. Der Rechtsstreit führt immer in die Illusion, der Grund der Probleme liege nur auf einer Seite. Dabei liegen die Gründe für Differenzen immer überall.»
Es war bitter, das anzuhören. Schon so lange hatte ich mir dieses Gespräch vorgestellt und einen anderen Ausgang erwartet. Ein Haus stürzte zusammen, in dem ich mich bisher wohlgefühlt hatte. Loslassen, um Entwicklung zu ermöglichen, und das in Beziehung auf meine Kinder – das hätte ich damals sicher nicht geschafft, ohne die Arbeit im Kindergarten, ohne das sprudelnde freudige Leben, für das ich jeden Tag eine Form zu geben hatte. Es kam dann alles so, wie mein Freund vorausgesehen hatte. Wir arbeiteten etwa zwei Jahre mit einer Mediatorin, viele Jahre lebten die Kinder bei mir, und heute können die Mutter der Kinder und ich zusammen Familienfeste und Weihnachten feiern und Sorgen über die Enkel besprechen.
Diese persönliche Geschichte würde ich hier nicht schriftlich erzählen, wenn ich nicht den Eindruck hätte: Menschen wie mein damaliger Freund sind solche, die heute dringend gehört werden müssen, um aus der menschheitlichen fürchterlichen Gewaltspirale wieder herauszukommen.
Ueli Hurter
Das Hornmistpräparat – Tod und Auferstehung
Die schöne Wiese, weg ist sie. Gefressen. Die Blumen, Kräuter, Gräser – der Sommerflor, von der Sonne dem Boden entlockt, ist ratzeputz weg. Gefressen von den Kühen. Es muss himmlisch gut gewesen sein. Da liegen sie nun und käuen wieder, rhythmisch leicht schwingt der schön behornte Schädel in den Kaubewegungen der satten Kühe. In inneres Leben erstarb die kosmisch offene Vegetation, und als Resultat liegt nach tüchtigem Wiederkäuen der Kuhfladen auf der Weide. Tot? Nein! Auferstanden ist die vegetative Lebenskraft in astralisch konzentrierter Düngekraft. Eine Gabe der Kuh, nicht der dummen Kuh, wie wir meinen, sondern der heilig-weisheitsvollen Kuh, wie die alten Inder wussten. Der Kuhfladen ist Auferstehungssubstanz. Die Erde, der Boden werden erfrischt durch die Kraft dieses Düngers und viele Generationen von Landmenschen können sesshaft sein. Können zu sich kommen. Können ein Ich-Bewusstsein in sich aufleuchten lassen. Können tätig werden, kulturtätig, kulturschöpfend.
Was die Natur gibt, kann zur Kulturtat erhöht werden. Ich nehme den Kuhfladen und fülle damit das Horn der gewesenen Kuh. Was in der Natur getrennt ist, kommt zusammen. Was auf der Weide liegt, bereit, durch den Naturprozess in allgemeines Leben überführt zu werden, wird durch meiner Hände Arbeit in dem Horn konzentriert. Das Kuhhorn wird jetzt zum Erdorganismushorn. Denn ich vergrabe es in der Wintererde. Und das Kuhhorn konzentriert das wache Winterleben der Erde in seinem Mistinhalt. Im Winter ist die Erde wach, auch wenn sie ruht in ihren Lebensprozessen. Diese Wachheit, diese Kristallisationskraft, dieses unterirdische Licht in der Tiefwinterzeit, durchwirkt den Fladen in dem vergrabenen Horn. Und was so den Sinnen weggestorben ist, aufersteht im Frühling beim Ausgraben und Leeren der Hörner. Geistiger Mist gleitet aus den Hörnern in unsere Hände. Hornmist.
Jetzt kommt der Moment der Anwendung. Der Boden erwacht. Die Saat will ausgebracht werden. Der Himmelssame wird in die Muttererde gesät. Der ‹Sämann› von van Gogh schreitet über das Feld. Jeder kennt das Bild. Woher kommt das geheimnisvolle Licht, das der Maler in der Erde sieht? Es ist die Auferstehungskraft, die jetzt nach 2000 Jahren in der Erde angekommen ist. Im Irdischen. Auf den Feldern, den Höfen, bei den Bäuerinnen und Bauer. Und sie reihen sich ein in das große Geschehen. Der Hornmist wird ins Wasser gegeben. Und jetzt wird gerührt, eine Stunde lang. Mit meiner Hand, meinem Arm, meiner Körperkraft erzeuge ich einen rechtsdrehenden Wirbel. Ich stoppe die Bewegung, das Wasser strudelt. Dann beginnt das Drehen nach links, bis der Wirbel vollkommen ist. Dann wieder der Chaosmoment im Wasser. Dann nach rechts … und weiter so, eine Stunde lang rhythmisch. Wieder ein ‹Stirb und werde!›. Die ganze Kraft geht vom Hornmist auf das Wasser über.
Dann spritze ich es auf die Erde, den Boden. Vor oder nach der Saat. Zur glücklichen Vereinigung von Himmelssame und Erdenmutter. Es ist der letzte Tod des Mistes aus der alten Weisheitswelt und die Auferstehung der Wachstumskraft aus der Zukunftsliebewelt. Was im Großen sich vollzieht, Tod und Auferstehung in der Ätherdimension der Erde, können wir im Kleinen durch unserer Hände Arbeit bezeugen und auf jedem Punkt der Erde real machen.
Bilder Miriam Wahl, ‹Place to be 1–7›, Gouache/Acryl auf Papier, 30 × 24 cm, 2024
Miriam Wahl lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Instagram _miriamwahl


