Ausgabe 21 · 21. Mai 2021

Pfingsten ist das Fest des heilenden Geistes und der Gemeinschaft. Den Jüngern ging zum ersten Mal ein inneres Licht auf vom Mysterium, an dem sie teilgenommen hatten. Und hatte Er nicht den Tod überwunden? Wer gehört dann alles zur Pfingstgemeinschaft? Der Nachbar, der anderer Meinung ist als ich, die Verkäuferin, der ich einen guten Tag wünsche, der Fremde, dessen Anderssein mich selbst begrenzt? Die Toten, die schon von uns gegangen sind?

Um zu einer lebensspendenden Gemeinschaft zu werden, muss etwas in uns sterben oder zum Leben kommen. Leben und Tod gehören zusammen, im Kleinen wie im Großen. Aber unser Verhältnis zum Tod in seiner kulturstiftenden Seite ist uns abhanden gekommen, nicht erst seit Corona, damit jedoch noch deutlicher. Wie stehen wir zu unserer Sterblichkeit? Welche Sterbeprozesse begleiten unsere Leben? Was will und muss in uns sterben, um anders zu werden?

Diese Ausgabe lädt Sie ein, eine ‹Gemeinschaft mit dem Tod› zu bilden, diesem großen Wandler der Zeit. In dem Jugendtheaterstück ‹Das große Finale›, aufgeführt in Weimar, prägten sich mir zwei Sätze ein: ‹Das Leben ist eine Jungfrau› und ‹Der Tod liebt seinen Job›. Das sind zwei kraftvolle Qualitäten, die miteinander unseren Möglichkeitsraum umschreiben.

Zu den einzelnen Artikel dieser Ausgabe

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