Ausgabe 11 · 18. März 2022

Wie können wir uns der Zeit, in der wir leben, nähern? Uns annähern, ohne einzubrechen, überzugreifen oder in ihre Erscheinungen hereinzufallen. Annähern in einer Art, die Tweets und Likes und TikTok-Videos kaum gestatten. Annäherung als Suche nach Beziehung, als Öffnung der Sinne, nicht zur Dämpfung der eigenen Langeweile oder zur Berauschung der kollektiv gepflegten Angst. Wer will seiner Zeit wirklich begegnen, ohne die Armlängendistanz des eigenen Schreibtischs, ohne die Meinungslust und die klugen Ideen aus sicherer Distanz? Angesichts des offenbaren Weltverlusts und der Remilitarisierung des Denkens erinnere ich mich an einen Zettel, den ich einmal auf einem Kühlschrank las: «Please, do not feed the fears!»

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