Barcelona, Spanien. So studiert es sich am Goetheanum: Laura Bonora aus Spanien.
Zum ersten Mal hörte ich vom Goetheanumstudium vor acht Jahren. Damals schien es weit entfernt zu sein, wie ein Traum. Am Ende brauchte ich nichts weiter als die Liebe zur Handlung selbst, um es zu machen. Das Studienjahr war eine Vorbereitung darauf, dem Leben mit einer neuen Perspektive zu begegnen. Eine weitere Vorbereitung kann jederzeit kommen. Wir sind ständig am Werden. Nichts ist abgeschlossen, und diese Erkenntnis schenkt mir Frieden. Das Studium bot einen Raum, in dem wir wirklich sein konnten. Menschen aus 18 Ländern, im Alter von 19 bis 72 Jahren, alle mit ihrem eigenen Weg, doch alle vereint im Streben nach Wahrheit und Liebe. Ich erfuhr etwas Wesentliches: Wir werden mehr wir selbst, indem wir anderen begegnen. Es ist ein Raum, in dem unsere höchste menschliche Qualität gewürdigt wird: Schöpfende unseres eigenen Lebens zu sein und Verantwortung für das zu übernehmen, was wir in die Welt bringen. Wie Goethe sagt, kennen wir uns nur selbst, insofern wir die Welt kennen. Hier wird dieses Wissen lebendig. Wir erlauben uns, wieder wie Kinder zu sein: hinaus in die Welt, das Unbekannte umarmen, voller Neugier und Offenheit.
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