Johannimorgen

Johannimorgen

Regenfeuchtes Grün und Amselschmettern,
Perlgehänge,
tropfend aus dem Liede.

Schimmernd,
wie von einer Silberschmiede,
Kugeln auf den runden Rosenblättern.

Dann ein Weh’n und jähes Lichtergießen –
Helle, gleißend in den Nebelschleiern,

schon bereit,

der Sonne Fest zu feiern,
weithin in dem Glitzerspiel
der Wiesen.
— Erika Beltle Aus: Im Windgeflüster, in: Gesammelte Gedichte. Stuttgart 2008, S. 275.

Sanftheit regennasser Wiesen und starkes Johanni-Licht: Wie mischt sich milde Wärme in dieses gleißende, sich selbst fast verbrennende Licht?

Johanna Lamprecht


Zeichnung von Philipp Tok

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Die Drei ist die Brücke

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Aus Georg Glöcklers Notizen zur Sinneslehre

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