Das Goetheanum wurde 1921 als Wochenschrift von Albert Steffen und Rudolf Steiner gegründet.

Letzte Ausgabe

Ende der Arbeit

In großen Schritten nähert sich die Volksabstimmung über ein
‹Bedingungsloses Grundeinkommen› am 5. Juni in der Schweiz.

‹Robot for basic income›, WEF16, Samuel Asuncion, © first world development / kampagne grundeinkommen

‹Robot for basic income›, WEF16, Samuel Asuncion,
© first world development / kampagne grundeinkommen

In den letzten Monaten setzten sich Roboter für das Grundeinkommen ein: am Weltwirtschaftsforum in Davos oder tanzend auf dem Bundesplatz in Bern. Das Bild des Roboters geht durch die Medien. Wieso diese menschenförmige Maschine? Es scheint befremdlich. 

Der frühere griechische Finanzminister Giannis Varoufakis äußert sich am 17. April in einem Interview mit dem Schweizer TagesAnzeiger wie folgt: «Erstmals in der Geschichte der Technologie werden mehr Jobs zerstört als geschaffen. […] [Die Entwicklung] hat schon begonnen. Zuerst nimmt man [es] nicht wahr – und dann ist es schon zu spät. Die Robotisierung ist längst im Gange, Roboter kaufen aber keine Produkte. Deshalb braucht es ein Grundeinkommen, um diesen Wandel aufzufangen und eine Gesellschaft mit zunehmender Vermögensungleichheit zu stabilisieren.» Nicht nur Varoufakis schätzt die Gegenwart realistisch ein und ruft besonnen zur logischen Konsequenz. Am 4. Mai treffen sich Unternehmensgründer, Professoren und Denkerinnen am Gottlieb Duttweiler Institute in Zürich – einem der führenden europäischen Thinktanks für Wirtschaft und Gesellschaft –, um über die Zukunft der Arbeit zu sprechen.

Derweil werden in Basel und Zürich Roboter gebastelt, die am 30. April auf der ersten Roboter-Demonstration tanzend das Ende der Arbeit feiern. Keine Angst vor der Maschine! Integrieren wir sie vernünftig, ist das Grundeinkommen «das größte Unternehmensgründungs-Förderprogramm, das man schaffen kann», so Varoufakis

Zwischenzeichen

Arbeit 4.0