Das Goetheanum wurde 1921 als Wochenschrift von Albert Steffen und Rudolf Steiner gegründet.

Letzte Ausgabe

Stefan Brotbeck «Ein guter Aphorismus»

Stefan Brotbeck ist Initiator und Mitgründer des Philosophicum Basel. Er ist Autor und Dozent für Philosophie und Anthroposophie.

Stefan Brotbeck fotografiert von Anna Krygier

Stefan Brotbeck fotografiert von Anna Krygier

Was machst du gerade auch noch?

Bücher schreiben. Ein Buch ist für mich kein Ziel, sondern eine Begleiterscheinung der kontinuierlichen Arbeit des Nach-, Vor- und Umdenkens – und vielleicht gerade deshalb eine Wegzehrung für Wege, die erst durch Schritte entstehen.

Was macht dich lebendig?

Mitwirken dürfen, bewusst ins Leben zu rufen, was uns ins Leben gerufen hat – Quellen nähren, nicht nur von ihnen zehren. Schon die geringste Abnahme seelischer Immobilität. Schwarzer Kaffee, Sanddorn, Zeit zum Zeichnen, ein guter Aphorismus.

Woran bist du zuletzt aufgewacht?

An der Not, dass es noch immer kein Buch gibt mit dem Titel: ‹Warum ich kein Anthroposoph bin, aber einer werden möchte›.

Welches Werk hat dich beeindruckt?

Und beeindruckt mich noch immer und auch von der Zukunft her: Steiners Denkwerk. Nicht final, sondern initial: Worauf Steiner hinweist, ist so aktuell und zugleich so rahmensprengend, dass ich eigentlich nur mit Freudentränen versuchen kann, dem Ernst der Sache gerecht zu werden.

Wofür bist du dankbar?

Für die Menschen, die das Philosophicum als eine Initiative für eine selbstverwaltete Kultur- und Bildungstätigkeit bejahen und mittragen.

Wo und wie hat dich eine fremde Kultur berührt?

Zwischen und in Büchern und in Krakau die (mir heute nicht mehr so fremden) Gedanken der jüdischen Mystik und jüdischen Theosophie.

Wo begegnet dir heute Zukunft?

In dem, was ‹an der Zeit› ist. In der Vereinigung von futurischen und adventischen Bewegungen. Im Blick von Novalis’ Satz: «In der künftigen Welt ist alles, wie in der ehmaligen Welt – und doch alles ganz Anders.»

Daniel Häni: «Für gute Fragen»

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