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Daniel Häni: «Für gute Fragen»

Daniel Häni ist Unternehmer und Mitinitiator der Volksinitiative ‹Für ein bedingungsloses Grundeinkommen› in der Schweiz.

Am Abstimmungsfest der Volksinitiative ‹Für ein bedingungsloses Grundeinkommen› am 5. Juni 2016. Foto von Jan Hagelstein

Am Abstimmungsfest der Volksinitiative ‹Für ein bedingungsloses Grundeinkommen›
am 5. Juni 2016. Foto von Jan Hagelstein

Was machst du gerade auch noch?

Ein Buch schreiben. Wieder mit Philip Kovce. Arbeitstitel: ‹Was wäre, wenn wir tun, was wir wollen?›. Es ist ein Manifest zum Grundeinkommen mit 95 Thesen zur Zukunft der Arbeit. 500 Jahre nach Luthers Thesen geht es dabei natürlich nicht mehr um den Ablasshandel der Kirche, sondern um den Ablasshandel, der heute mit der Arbeit stattfindet.

Was macht dich lebendig?

Das Gespräch.

Woran bist du zuletzt aufgewacht?

An der ‹Selbstbestimmungsinitiative› der svp. Es ist ein verflixt geschickter Schachzug. Wie 1992 bei der ewr-Abstimmung findet eine Begriffsbesetzung statt. Damals geriet die Begriffshoheit über die ‹Schweiz› und die ‹direkte Demokratie› in deren Hand. Nun steht der Begriff der ‹Selbstbestimmung› auf dem Spiel. Den dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Und die beiden anderen müssen wir uns zurückholen. Unsere Schweiz ist weltoffen, nicht Feind, sondern Vorbild der eu und hat die beste Demokratie der Welt. Über die echte Selbstbestimmungsinitiative wurde am 5. Juni 2016 abgestimmt.

Welches Werk hat dich beeindruckt?

Das von Christoph Langscheid. Er hat zusammen mit zwei Freunden und einem Eigenkapital von 12 000 Franken 1990 eine Stiftung gegründet. 25 Jahre später weist die Stiftung eine Bilanzsumme von 176 Mio. Franken aus.

Wofür bist du dankbar?

Für gute Fragen.

Wo und wie hat dich eine fremde Kultur berührt?

In Deutschland. Ich friere dort immer ein wenig, auch hier in der Schweiz, jeden Tag.

Wo begegnet dir heute Zukunft?

Bei der ‹Generation Grundeinkommen›.

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