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Wochenschrift für Anthroposophie ‹Das Goetheanum›

Hefte

Seiltanz ins Leben leben

Ulrike Rau

Letztes Jahr in der heiligen Weihnachtsnacht klingelte mein Telefon. Es ist immer wieder eine Überwindung, aus dem warmen Bett in die kalte Nacht zu gehen, und doch ist das Wunder der Geburt schon so stark spürbar, dass nur noch meine kalte Nasenspitze unberührt bleibt, als ich in die dunkle Nacht gehe. Meine Fahrt zur heiligen Familie führt mich über frisch verschneite Felder raus auf‘s Land. Es ist still im Dorf, im Haus. Außer Vater und Mutter ist niemand wach – doch, die Katze scheint zu spüren, was vor sich geht.
Es hält uns schon wach, dieses Kind. Obwohl es noch versteckt in seinem Kokon ist, sind wir wegen ihm in dieser Nacht beieinander, warten darauf, wie es aussieht, sich anfühlt, welches Geheimnis es uns beschert. Es ist immer wieder wie ein Samenkorn, das ich als Hebamme auf seinem Weg in die Welt begleiten darf. Bei jeder Geburt erlebe ich einen Moment Neubeginn von allem, allem, was vorher war, und immer auch Hoffnung, Freude, Dankbarkeit und eine Demut über dieses Wunder, welches täglich auf der Welt geschieht. Jeder, der eine Geburt miterlebt hat, geht verwandelt daraus hervor, und irgendwo in seiner Seele bleibt dieser kleine Same Neubeginn.

Rückentext der Ausgabe:

«Sterne sprachen einst zu Menschen, · Ihr Verstummen ist Weltenschicksal; Des Verstummens Wahrnehmung · Kann Leid sein des Erdenmenschen; In der stummen Stille aber reift · Was Menschen sprechen zu Sternen; · Ihres Sprechens Wahrnehmung · Kann Kraft werden des Geistesmenschen.» Rudolf Steiner ‹Für Marie Steiner› 25.12.1922. Bild von Shira Nov, siehe auch Seiten 4, 12-17.


«Sterne sprachen einst zu Menschen, · Ihr Verstummen ist Weltenschicksal; Des Verstummens Wahrnehmung · Kann Leid sein des Erdenmenschen; In der stummen Stille aber reift · Was Menschen sprechen zu Sternen; · Ihres Sprechens Wahrnehmung · Kann Kraft werden des Geistesmenschen.» Rudolf Steiner ‹Für Marie Steiner› 25.12.1922. Bild von Shira Nov, siehe auch Seiten 4, 12-17.

Das Goetheanum Nr. 51-52
18. Dezember 2015
PDF

Weihnachten heute fühlen? Seite 6
Weihnachten fordert das ursprüngliche Gefühl.  Wie gelingt das in einer Zeit der Rationalität und der fortwährenden Erregung? Sechs persönliche Antworten

Ochs und Esel Seite 8
Sie gehören zum Bild des weihnachtlichen Stalls und kommen doch im Evangelium sie nicht vor. Was hat es mit diesen Tieren auf sich? Von Daniel Baumgartner

Venus auf dem Weg in den Tod Seite 12
Jetzt zieht Venus zu Saturn in den Skorpion und beschließt damit ein einjähriges Fest planetarischer Begegnungen. Von Wolfgang Held

 

Inhalt

Blicke Seite 2-5
Wie kommt Frieden in Syrien? Bernhard Steiner
Wesensentfaltung Burghard Schild
Mutter Madeleine Ronner
Kind Hannah von der Gathen
Vater Theresa Prüssen
Förderstiftung Anthroposophie Michael Schmock

Zusammenhänge Seite 6-17
Die Liebe geht in den Tod Wolfgang Held
Selma Lagerlöf Claudia Törpel
Erde wird Mensch Hans-Christian Zehnter
Wie ich Weihnachten finde und fühle
Marianne Schubert · Walter Kugler · Martin Barkhoff Ulrike Mackay · Dawn Nilo · Thomas Stöckli
Ochs und Esulein Daniel Baumgartner
Zur Rettung des Weihnachtsbaumes Günther Kollert

Gespräch Seite 18-19
Hanne Darboven Ute Hallaschka