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Wochenschrift für Anthroposophie ‹Das Goetheanum›

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Vorstellung von Matthias Girke

Louis Defèche

Ich bin 1954 in Berlin (DE) geboren und habe die gesamte Schulzeit bis zum Abi­tur an der Rudolf-Steiner-Schule in Berlin durchlaufen. Nach dem Medizinstudium an der Freien Universität Berlin schließt sich die Assistententätigkeit in der Inne-ren Medizin an, danach eine mehrjährige Tätigkeit in der Onkologie einer Berliner Klinik. In diese Zeit fällt auch eine längere Tätigkeit in der Intensivmedizin und im Notarztwagen der Berliner Feuerwehr.


Internistische Praxis

Nach Abschluss der Weiterbildung zum Internisten (später auch Diabetologie und Palliativmedizin) habe ich – von meiner Ehefrau Anja Girke unterstützt – zunächst die schulmedizinische Praxis meines ers­ten Chefs übernommen und diese in eine internistische Praxis für Anthroposophische Medizin umgewandelt.

In dieser Zeit hat sich auch die schon durch meine Eltern und Großeltern be­stehende Beziehung zur anthroposophischen Heilpädagogik vertieft: Als ambulant tätiger und niedergelassener Arzt bin ich gleichzeitig der betreuende Arzt im Caro­line-von-Heydebrand-Heim gewesen, ha­be Kinderbesprechungen durchgeführt und in den heilpädagogischen Konferenzen mitgewirkt.

1995 erfolgte die Eröffnung des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe – Klinik für Anthroposophische Medizin. Hier habe ich als Mitgründer die Leitung der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin und Diabetologie, später innerhalb unseres Onkologischen Zentrums die Interdiszi­plinäre Onkologie und Palliativmedizin übernommen und in der Klinikleitung mitgewirkt. Ein ständiges Arbeitsfeld ist die Vertiefung der Anthroposophischen Me­dizin in den einzelnen Fachgebieten der Inneren Medizin, in der Ausbildung – wir haben in Havelhöhe die Akademie für Anthroposophische Medizin begründet, unter anderem mit dem Ärzteseminar für Anthroposophische Medizin –, die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit der therapeutischen Berufsgruppen und die Arbeit am meditativen Erkenntnisweg der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft.

Hochschularbeit

Mit der anthroposophischen Arbeit in Berlin bin ich seit etwa 40 Jahren verbunden. Seit 1995 ist die Hochschularbeit ein zentrales Anliegen. Sie wird inzwischen vom Kreis der Berliner Hochschulverantwortlichen vorbereitet und besteht in den regelmäßigen Klassenstunden und Hochschultagungen zu zentralen Themen der Freien Hochschule und ihres meditativen Erkenntnisweges.

Leitung der Medizinischen Sektion

Mit dem 18. September 2016 bin ich im Zusammenwirken mit Georg Soldner zur Leitung der Medizinischen Sektion berufen worden. Ich möchte gern die praktische Erfahrung aus etwa 33 Jahren ärztlicher Tätigkeit in die Leitungsaufgabe der Me­dizinischen Sektion hereintragen: für die Vertiefung der einzelnen Fachgebiete, die Ausbildung, zur Förderung der therapeutischen Berufsgruppen und deren Zusammenarbeit und zur Weiterentwicklung der Arbeit in der Freien Hochschule für Geis­teswissenschaft.

Ich danke meiner Frau sehr herzlich für das Mittragen dieses Schritts und freue mich auch über die Unterstützung meiner beiden inzwischen erwachsenen Töchter. Die Leitungsaufgabe der Sektion kann nicht als ‹motorischer Nerv› begriffen werden, sondern muss sich als Herzfunk­tion in der medizinischen Bewegung entfalten und kann sich durch aufmerksames Wahrnehmen und Inspirieren, Integrieren und Impulsieren verwirklichen. So bin ich sehr dankbar für das so herzlich aus­gesprochene Vertrauen und alle guten Wünsche aus der medizinischen Bewegung für die 2016 beginnende siebenjäh­rige Leitungsfunk­tion der Medizinischen Sektion. | Matthias Girke