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Wochenschrift für Anthroposophie ‹Das Goetheanum›

Verantwortung für das Werdende – Aufgaben der anthroposophischen Bewegung

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Verantwortung für das Werdende – Aufgaben der anthroposophischen Bewegung

Louis Defèche

Liebe Mitglieder, liebe Freunde!

Gern laden wir Sie zum Jahrestreffen der anthroposophischen Bewegung ein, in die eingebettet die Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft stattfindet. In sieben Jahren – 2023/24 – werden wir auf ein Jahrhundert zurückblicken, in dem sich die Anthroposophische Gesellschaft und die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft in der Welt entfaltet haben. Sie sind Teil des Werdens durch das 20. Jahrhundert, haben es mitgeprägt und sind von ihm gekennzeichnet. Viele Aufgaben, die sich heute stellen, gilt es aufzugreifen. In diesem Jahr 2017 wird es 100 Jahre her sein, dass die Dreigliederung des Menschen und der Gesellschaft von Rudolf Steiner erstmals beschrieben wurde. Der Blick in die Herausforderungen des heutigen Zeitgeschehens weist auf die Aktualität dieses Impulses hin. Es stellt sich die Frage, wie die Anthroposophie ihren Beitrag für das Werdende im Menschen und in der Welt erneut ergreifen, wie die anthroposophische Bewegung die Wirklichkeit des Werdenden immer mehr verantwortlich mitgestalten kann. Davon spricht auch das Jahresthema ‹Licht und Wärme für die Menschenseele. Wie werden wir friedensfähig durch die Grundsteinmeditation?› (Seite 7). Es ist Aufgabe der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, eine Erkenntnisgrundlage zu bilden, um im Sinne des Werdenden in der Welt tätig zu sein. Können die anthroposophische Bewegung, die Gesellschaft und die Hochschule in der Wahrnehmung dieser Verantwortung ihre Arbeitsweisen entsprechend finden? Welche Schritte sind dazu notwendig? Die Goetheanum-Welt-Konferenz hat im September 2016 im Dialog mit Menschen aus vielen Orten der Welt, aus den verschiedensten Einrichtungen und Arbeitsfeldern diese nächsten Schritte befragt. Auch aus diesem Impuls möchten wir die Generalversammlung und das Treffen der anthroposophischen Bewegung dieses Jahr gestalten: als Forum, als Gesprächsort für das, was im Sinne der Grundsteinmeditation gegründet und geführt werden will. Dazu werden unter anderem auch neu berufene Generalsekretäre sprechen. Die intensive Verarbeitung der Goetheanum-Welt-Konferenz in der Goetheanum-Leitung und im Vorstand führte auch dazu, dass wir der Generalversammlung vorschlagen, der Ergänzung des Vorstandes mit Matthias Girke zuzustimmen. Ein kräftiger Einsatz für die Anthroposophische Gesellschaft und ihre Zukunft geht von ihm aus. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an diesem Jahrestreffen und der Generalversammlung. ■