Kein Leben ohne Tod

Kein Leben ohne Tod

Der Tod ist die Grundlage, aus der sich gerade das Geistige der menschlichen Seele entwickelt; indem das Seelische dem Leben entgegentritt, muss es, um zum Geiste zu kommen, mit dem Tod im Leben tätig sein.
— Rudolf Steiner, in einem Vortrag am 15. Februar 1917 (GA 66)

Meine Sterblichkeit ist kein Unglück. Es ist ein Teil, ja vielleicht sogar der Kern meines Menschseins. Würde ich mich als Wesen eigenständig und frei erleben können, wenn meine Existenz zeitlich keine Grenzen kennen würde? Würde ich denken wollen? Es ist das Bewusstsein meiner Sterblichkeit, das mich anregt, mich im Denken über diese Begrenzung zu erheben. Sterblichkeit und Unsterblichkeit, Leiblichkeit und Überleiblichkeit können sich so begegnen – das macht das Menschsein aus. Dass der Tod zum sozialen Leben dazugehört, das zeigen die Initiativen, die wir hier vorstellen: Die Verstorbenen begleiten die Lebenden, und die Lebenden begleiten die Verstorbenen. JL


Aktuelle Bücher zum Thema Sterben

Der Zukunft entgegen. Rudolf Steiner über das Alt-Werden

Das Buch trägt eine Fülle von Äußerungen Rudolf Steiners über den Alterungsprozess zusammen. Es will ein allgemeiner Beitrag zur Alterskunde durch Anthroposophie sein, aber auch ein Wegweiser für die in der Altenarbeit Tätigen. Gisela Gaumnitz (Hg.), Verlag am Goetheanum, 2019, www.tiny.cc/zukunft-entgegen

Alt werden. Ausgewählte Texte

Dieser Band versammelt alle wesentlichen Texte aus dem Gesamtwerk Rudolf Steiners, die das Alter und den Prozess des Alterns als eine wichtige Entwicklung des Menschen betrachten.Herausgegeben und kommentiert von Franz Ackermann, Rudolf-Steiner-Verlag, 2018, www.tiny.cc/alt-werden

Leben in der Todesnähe

Rudolf Steiners Darstellungen zu Sterbeprozess und Tod des Menschen im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Humanmedizin.Peter Krause, Info3-Verlag, 2019, www.tiny.cc/totesnaehe


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