Twenty-four minutes

Twenty-four minutes

24 Formen, 24 Bewegungen, 24 Klänge. Vom 1. bis 24. Dezember 2018 veröffentlichten Philipp Tok (Grafiker), Martje Brandsma (Eurythmistin) und Uli Hohmann (Musiker) täglich ein Schwarz-Weiß-Video.


Wie kommen Zeichnungen, Bewegungskunst und Musik zusammen?

Zuerst wurden die Zeichnungen ausgewählt, acht Dreiergruppen, dann die daraus inspirierten Bewegungen aufgenommen und zuletzt das fertige Video dem Tonstudio übergeben. Jeder hat für sich gearbeitet, ohne gegenseitiges Feedback.

Wie würdet ihr diese Art von Videos nennen?

Es sind kleine Meditationen, Türstufen, Einstimmungen. Wir freuen uns immer wieder, zu sehen, wie beruhigend diese kleinen Arbeiten wirken.

Kunst in der digitalen Welt − ist das nicht ein Widerspruch?

Jedes neue Werkzeug greift in das Verhältnis von Mensch und Kosmos ein – sei es der Ackerbau, die Schrift, der Keilrahmen, das Radio. Es ist unsere ganz eigene Aufgabe, herauszufinden, wie wir über die Bestimmung, die wir von diesen Werkzeugen erfahren, hinauswachsen. Wie wir etwas mit ihnen machen, was uns dem Kosmos näherbringt.

Welche Stimmung hat euch in dieser Arbeit begleitet?

Das Zugehen auf den dunkelsten Moment des Jahres. Jenes Ganz-zu-sich-Kommen, im Durchgang durch die späten Novembernächte, wo sich der tragende Boden der Person auflöst, und wie dann die innere Kraft der Seele langsam alles Äußere übertönt. Ein Zugehen auf die innere Geburt.

Sind Impulse daraus entstanden?

Bis jetzt allerlei Anfragen. Wahrscheinlich wird die zusammengeschnittene Variante ‹24' – twenty-four minutes› dieses Jahr im Rahmen von Festivals und Ausstellungen zu sehen sein. Und Ideen für weitere gemeinsame Arbeiten wachsen.


‹Twenty-four Minutes›. Die vollständige Videoserie kann hier angeschaut werden: www.instagram.com/phtok

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