Gemeinschaftliche Realwertfinanzierung

Gemeinschaftliche Realwertfinanzierung

Der Erwerb oder die Erstellung eines Hauses wird oft mittels einer Hypothek teilfinanziert. Dabei ist gewöhnlich der Blick lediglich auf die Wechselwirkung zwischen Bank und Hauseigentümer gerichtet. Die Bank erscheint dabei als Kapitaltopf, dem Kapital entnommen und wieder zurückgeführt wird.


«Hinter» der Bank stehen aber die Einleger, die mit dem Geld, das sie gerade nicht brauchen, den Kapitaltopf bereitstellen. Sie sind es im Grunde genommen, die als Gemeinschaft dem Einzelnen das Haus finanziell zusprechen, während die Bank nur Vermittler ist. Bei der Rückzahlung wird der Einzelne wiederum zum Teil der zusprechenden Gemeinschaft gegenüber einem nächsten Kreditnehmer. Wenn wir von einer Rückzahlungspflicht absehen, erweist sich Leihen als eine Wechselwirkung zwischen der Gemeinschaft und dem Einzelnen, bei der nicht gebrauchte Werte stets zukunftsermöglichend weitergegeben werden.

Wie organisieren wir eine gemeinschaftliche Hausfinanzierung, die dieser Idee des Leihens gerecht wird? Welche Konsequenzen müssen dabei in Kauf genommen werden? Welche Umsetzungsschritte führen zu dieser Idee hin? Mit dem Ziel, eine entsprechende Baugenossenschaft zu gründen, werden solche und weitere Fragen zurzeit von einem Arbeitskreis in Zürich im Rahmen der confoedera-Bewegung bearbeitet.


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