Ādaži: Die eigene Wirklichkeit erfinden

Ādaži: Die eigene Wirklichkeit erfinden

Was ist mein Weg in dieser Welt? Die Jugendtagung Indaba Latvia vom 25. bis zum 1. Juli in Ādaži (Lettland) will dieser Frage einen Raum geben. Orland Bishop, Jannis Keuerleber und Rebekka Kreisel sind als Referenten eingeladen. Gespräch mit Lāsma Līdaka, Leonard Kokorevics, Alumni der Waldorfschule in Ādaži und Veranstalter der Tagung.


Wie seid ihr dazu gekommen, diese Tagung zu organisieren?

Wir haben vor zwei Jahren realisiert, wie viel Begeisterung und Sinnstiftung viele Jugendtagungen in Ländern wie Deutschland, Belgien und England bringen. Sie bauen auf dem Willen auf, zu lernen und sich durch die Anthroposophie zu entwickeln. So etwas sollte auch in Lettland organisiert werden. Schon in einem Vorbereitungstreffen mit Jannis Keuerleber, Rebekka Kreisel und Eva Felicitas aus Deutschland und Anthroposophen vor Ort hat sich eine sehr vertraute Stimmung entwickelt. Daraus ist die Jugendorganisation Momentum Latvia entstanden.

Was sind eure Hoffnungen?

Dass die Teilnehmer der Tagung darüber nachdenken werden, was sie täglich machen, in der Schule, in der Universität oder in ihrer Arbeit, und sich die Fragen stellen: Was kommt als Nächstes? Was will ich eigentlich? Wir richten uns besonders an 12.-Klässler, um ihnen eine Gelegenheit zu geben, sich innerlich zu finden, bevor sie zu studieren anfangen.

Was sind Probleme und Potenziale der Jugend in Lettland?

In unseren Augen spielt die Erbschaft der Sowjetunion eine starke Rolle: Du musst dich dem System anpassen, besser als die anderen sein und zugleich identisch mit ihnen. Du musst studieren, eine Familie gründen und ein Auto haben. Das sind natürlich schöne Sachen, aber gleichzeitig wird der Jugend von allen Seiten vorgeschrieben, was sie werden muss. Solche Impulse wie die Anthroposophie, die andere Inspirationen geben kann, sind noch wenig präsent in Lettland. Darum bauen wir Momentum Latvia auf!


Cornelie Unger-Leistner: Kleinwindturbine

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