Prag: Medienmündigkeit statt Medienkompetenz

Prag: Medienmündigkeit statt Medienkompetenz

50 Jahre nach dem Prager Frühling haben internationale Akteure der Waldorfschulbewegung in Prag der tschechischen Öffentlichkeit Anfang Mai ihr Kernanliegen, ‹dem Menschen verpflichtet›, vorgestellt.


Eine Charta der Internationalen Konferenz der Waldorfpädagogischen Bewegung und der International Association for Steiner/Waldorf Early Childhood Education mit einer radikalen Position in Bezug auf den Angriff, den die Digitalisierung für das Bildungswesen bedeutet, sollte bald folgen. In den Gesprächen wurde klar, dass Frühkindheit wie Kindheit entsprechend gefördert werden sollen, damit eine Medienmündigkeit für Jugendliche ermöglicht wird. Es wurde eindrücklich gezeigt, wie in Ländern wie Japan, Kolumbien, Südafrika und Indien das Schulwesen vom kommerziellen Trend der Digitalisierung erobert wurde und wie Waldorfkindergärten und Schulen für viele Eltern als Alternative dazu stehen. Unsere Herausforderung liegt in der Kommunikation der Botschaft, dass eine Pädagogik, die sich konsequent und systematisch an den Entwicklungsschritten der Kinder und Jugendlichen orientiert, nicht technikfeindlich ist, sondern Medienmündigkeit statt Medienkompetenzen als Bildungsziel hat.

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