Gotemba: Das Potenzial des sozialen Chaos

Gotemba: Das Potenzial des sozialen Chaos

Mehr als 300 Menschen trafen sich während Ostern 2018 in Gotemba (Japan), um Empathie als Instrument der Inklusion, des sozialen Wandels und der Transformation in einer zunehmend multikulturellen Welt zu erforschen.


 Foto: Andrea de la Cruz

Foto: Andrea de la Cruz

«Wir können vielleicht nicht sagen, dass wir den Darwin’schen Dschungel hinter uns gelassen haben, aber können wir sagen, dass wir uns bewusst sind, wie notwendig die Empathie ist? Können wir diese Welt des Chaos in uns aufnehmen und damit leben? Dieses Chaos ist ein Ort des Potenzials, der Kreativität, wo etwas Neues entstehen kann. Können wir die Komplexität des Menschen erkennen, wie Rudolf Steiner sie beschrieben hat?», fragte Joan Sleigh in ihrem Beitrag. Die Veranstaltung, organisiert im Rahmen des World Initiative Forum, wurde von Daisuke Onuki (Tōkai-Universität) initiiert. Er wollte mit anthroposophischen Gruppen in Japan gemeinsame Arbeitsvorgehen finden, um die interkulturellen Beziehungen in Japan zu verbessern: Im Land können oft abgrenzende Haltungen gegenüber ausländischen Gemeinschaften beobachtet werden. Die Organisatoren Michitaka Seki (Eurythmist, Japan) und Ute Craemer (Gründerin der Monte Azul Community Association, Brasilien) sowie der Gastredner Nicanor Perlas trugen ebenfalls zum Kolloquium bei.

Das Social Initiative Forum wurde im Jahr 2000 von anthroposophischen Sozialarbeitern gegründet als Unterstützungsnetzwerk für spirituell gesinnte soziale Organisationen auf der ganzen Welt, die sich mit Fragen von Armut und sozialer Ungerechtigkeit befassen. Im Jahr 2015 wurde das Projekt an die Sozialwissenschaftliche Sektion am Goetheanum übergeben. Die nächste Veranstaltung findet vom 19. bis 21. Oktober 2018 am Goetheanum in Zusammenarbeit mit den jungen Freiwilligen der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners statt.


Infos und Ressourcen: www.socialinitiativeforum.org

Hintergrundfoto: Hiroyuki Hashiguchi