Masha Dimitri

Masha Dimitri

Am 17. Mai zeigte Masha Dimitri ihr Programm ‹La Coeurdonnière. Die Geschichte einer Herzflickerin› (Regie: Yves Dagenais) am Goetheanum.


Handpuppe Cléo weckt Masha, wie es Haustiere so gut können. Masha kippt vom Schlappseil, schläft weiter, wird wieder geneckt, fällt auf den Boden. Masha ist angekommen. Sie putzt ihre Stube und macht sich an die Arbeit: die ‹Reparatur› von Herzen heißt es im Programm; eigentlich heilt sie sie durch Verwandeln. Sie rückt einen Liebespfeil gerade, verbindet Teile, versucht ein Herz zum Lachen und ein Herz aus Stein zum Klingen zu bringen. So bringt sie ins Bild: Jedes Herz hat seinen eigenen Kummer, klingt anders, braucht etwas anderes. Die Welt von Mashas Poesie ist leise und zugleich reich an Stimmungen der Freude, des Übermuts, des Schelmischen und manch anderem. Ausdrucksstark zeigen Mimik, Hände, Körperhaltung jede Form der Zuwendung. Die Wiederholungen führen letztlich weiter, zu einem Abschluss, der sinnig und überraschend ist. Kurz: Masha zeigt, wie man das Lebendige liebevoll pflegt und zum Wachsen bringt. Als das Herzbrot während der Aufführung ausgebacken ist, erweist es sich als Leib mit vielen kleinen Herzen, die zu probieren Masha das Publikum einlädt.


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