Helmy Abouleish

Helmy Abouleish

Zur landwirtschaftlichen Jahrestagung am Goetheanum gehört als morgendliche Einstimmung die Beschäftigung mit den Leitsätzen Rudolf Steiners, jenen Kondensaten der Anthroposophie, die vergleichbar den Präparaten des Landbaus zum Kern seines Werks gehören.


Dieses Jahr führt Helmy Abouleish mit seiner Schwester Mona Abouleish den Morgenkurs. Nach einer arabischen Begrüßung spricht er mit klarer und zügiger Stimme über den geistigen Abstieg der Menschheit vom griechischen über das römische Geistesleben ins Mittelalter. Er zeichnet Rudolf Steiners Aussagen über die Übersetzungen der Schriften Aristoteles’ vom Persischen ins Syrisch-Aramäische bis ins Lateinische nach. Es geht um dramatischen Wandel. Er spannt ernst und doch leichtfüßig den Bogen, den die aristotelischen Lehren über das maurische Spanien zur Begründung von Chartres gehen. Als Helmy Abouleish kurz die anthroposophischen Studien seines im vergangenen Jahr gestorbenen Vaters Ibrahim Abouleish erwähnt, ist etwas von der geistigen Weite und dem Schicksal des anthroposophischen Lebens im vollen Saal des Goetheanum zu spüren. «Ibrahim Abouleish war die ganze Zeit da», sagt mir Carina Schmid, die für die Eurythmie am Morgen gekommen war.

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