Marco Bindelli: Immer Sonne

Wir treffen uns in einem Stuttgarter Restaurant, um über den kommenden Campustag am 1. Oktober zu sprechen. Dann versammeln sich alle Stuttgarter anthroposophischen Ausbildungen zu gemeinsamen Veranstaltungen, um Michaeli zu feiern.


Marco Bindelli würde es vielleicht abstreiten, aber er ist wohl das Herz dieses reichen und keinesfalls selbstverständlichen neuen Gemeinschaftslebens, das sich in Stuttgart entfaltet. Ein kurzer Blick in die Speisekarte, dann: «Spaghetti Bolognese, da kann ich als halber Italiener nichts falsch machen.» Dass man als Musiker zugleich klingen und hören kann, das kann man an Marco Bindelli studieren. Fortwährend ‹klingt› er, der Leiter des Jugendseminars, der Chartres-Spezialist, Kursleiter und Kulturunternehmer. Im Gespräch geht es auch um seine frühere Zusammenarbeit mit Frank Teichmann oder kürzlich mit Georg Glöckler in Mexiko. Dann um die Beziehung großer Komponisten und Planeten: Beet­hoven-Mars, Debussy-Mond usw. Marco scheut keine apokalyptische Perspektive und wird dann ernst, und doch geht ihm der positive Blick nie abhanden. Immer Sonne. Sie hat ihn wohl auch auf die Idee gebracht, jetzt mit dem Planetarium Stuttgart zusammenzuarbeiten. So kam dann ich als Astronom ins Spiel. Marco spielt gern im Ensemble, da kann sich ihm kaum jemand entziehen – ein Musiker.

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