Albert Schmidli: ordnende Gedanken

Er hält seinen Kurs über Heilmittel für verantwortliche Mitarbeitende der Weleda. Eine Teilnehmerin erzählt von ihrer Migräne, da blitzen Albert Schmidlis blaue Augen: «Erst heilen wir mit Substanzen, dann heilen wir mit Prozessen», zitiert er Rudolf Steiner und ergänzt, dass jeder Prozess im Menschen seinen Spiegel in der Natur habe.


Wir suchen also einen Prozess, der dem Prozess der Migräne entspricht. Dann geht er den Weg, den er schon hundertmal gegangen ist – mit Pharmazeuten in Peru oder Ungarn oder den Philippinen, denn für die anthroposophische Heilmittelherstellung ist Schmidli weltweit unterwegs. Die Wurzel nehme die Stoffe selektiv auf, dazu müsse sie den Boden wahrnehmen, also sei die Pflanze dort wach. Wie, fragt er, müsse also eine Pflanze aussehen, in der wie beim Migränepatienten der Stoffwechsel in den Kopf wandere, übersetzt Blütenkräfte in die Wurzeln wandern? Knollige farbige Wurzeln. Dann lässt er die Kurkumapflanze kreisen. Immer wieder vergewissert er sich, dass alle den Gedanken folgen können, denn noch mehr als Pflanze und Metall liebt er die ordnenden Gedanken des Goetheanismus und der Anthroposophie. Schmidli macht Mut, eine Pflanze aus innerer Vorstellung zu zeichnen. Man könne nichts falsch machen, der einzige Fehler sei, es nicht zu versuchen. Albert Schmidli versucht ständig, das gibt ihm vermutlich die Energie, die er fortwährend ausstrahlt.

Die Grenzen der Morphologie erweitern

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Elemente der Naturwissenschaft