Rudolf Steiners Geburtstag

Am Geburtstag Rudolf Steiners gab es eine Vernissage von Martina Maria Sams Buch über ‹Rudolf Steiner. Kindheit und Jugend› sowie eine Feier mit der Goetheanum-Eurythmie-­Bühne und einen Vortrag von Paul Mackay.


Schon früh stellte Rudolf Steiner den Menschen als Freiheitswesen dar, in seinem Wollen «souverän», unabhängig vom «Weltenlenker». Durch das Denken verbindet sich der Mensch eigenständig mit den (gedanken­erfüllten) Dingen und wird so selbst schaffend tätig. Freiheit setzt Selbstentwicklung und das Entwickeln einer Wirklichkeitslogik voraus. Einen Anteil haben auch Widersachermächte, wobei hier die Götter Gegenmittel ins Spiel bringen: auf Luzifers erwirkte Ablösung von der Natur- und Götterwelt das Leid und auf Ahrimans inspirierte Verengung des Blicks auf die Sinneswelt das Karma. Für die von den Asuras bewirkte zu starke Verbindung des Ich mit der Sinnlichkeit sieht Paul Mackay als Gegenmittel das Entwickeln einer Freiheitskultur, eine Voraussetzung für Friedensfähigkeit. Rudolf Steiner schuf dazu nicht zuletzt die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft. Aus dem besonderen Verhältnis zum Zeitgeist Michaels regte Paul Mackay an, das Leben zu bejahen.