Die Kunst der Fuge

Die Kunst der Fuge

Am 8. Dezember brachte das Weidler-Quartett die ‹Kunst der Fuge› von Johann Sebastian Bach zu Gehör.


Mit weichen, warmen Tönen beginnt das über 100-minütige Klangerlebnis. Das Weidler-Quartett spielte ‹Die Kunst der Fuge› von Johann Sebastian Bach auf Instrumenten von Franz Thomastik, Karl Weidler und ­Arthur Bay in der Kammertonstimmung von 432 Hertz und aus verschiedenen Hölzern. Im Laufe der 18 zwei-, drei- und vierstimmigen Fugen und Kanons zeigte sich, wie verschieden die Klänge auf diesen besonderen Instrumenten gegriffen werden können. Die Klänge hatten oft einen schwebenden, webenden Charakter, es gab gesangliche und schwingende, aber auch tänzerisch-punktierte und Spannung erzeugende Stellen. Das Spiel von Christiane Gerlinger und Adolf Zinsstag (Geige), Hermann Geugis (Bratsche) und Gotthard Killian (Cello) zeichnete sich durch ein bescheidenes Zurücktreten hinter die Tonwelt aus, deren Nuancen sie virtuos-fließend vortrugen. Ob schnelle Läufe oder Momente des Innehaltens, ob eher bedächtig oder bewegt-heiter – das Weidler-Quartett gab den Tönen Raum, dem Publikum Hülle. So hatte die strukturell und klanglich anspruchsvolle ‹Kunst der Fuge› insgesamt einen beruhigenden Charakter.


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