Versroman als Laut-Sprach-Partitur

Versroman als Laut-Sprach-Partitur

Külli Volmer hat am 10. November im Saal der Akademie für Anthroposophische Pädagogik, Dornach, ihren Sprachgestaltungs-abschluss dem Versroman ‹Eugen Onegin› von Alexander Puschkin gewidmet.


Was Sprachgestaltung, mit Seele und Kreativität ergriffen, vermag, machte Külli Volmer mit ihrem Programm ‹Zwei Briefe – zwei Antworten› auf Deutsch mit Textstellen auf Russisch erlebbar. Die Fernstudentin der Sprachgestaltungsausbildung ‹amwort› führte souverän durch die erzählerischen Hinführungen, Situationen, Reden und Reflexionen. Külli Volmer sprach musikalisch in Lautklang, Rhythmisieren und Dynamiken. Nicht zuletzt mit ihren sicheren Pausensetzungen und klaren Gestaltungen der Ebenenwechsel erschien der Versroman (Übersetzung: Theodor Chomichau) als eine Laut-Sprach-Partitur, was nie pathetisch wurde. Stilistisch passten dazu die feinsinnig eingewobenen Kompositionen von Peter Tschaikowski, russische Volkslieder (Violine: Guiseppe Acconcia) und die Schattenbilder, ruhig-ausdrucksstark gespielt von Mairiam Verra und Silvan Schuler. Diese Sinnbilder für Innenstimmung und Rollensituation der Protagonisten machten aufmerksam auf die Qualitäten der Seelenregungen, auch die Alexander Puschkins selbst, unterstützt von der Lichtführung (Klaus Suppan).


Interesse an Geschichten und Jugendzeit

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Sven Saar

Sven Saar