AD(H)S In Unruhe lernen?

AD(H)S In Unruhe lernen?

Von 28. bis 31. Oktober befassten sich Lehrkräfte im Rahmen der Förderlehrertagung mit AD(H)S – zu den Referenten gehörten Joep Eikenboom und Georg Soldner.


Ein unruhiges Kind im Unterricht fordert die Lehrkräfte in besonderer Weise heraus: Das Lernen ist durch die anwesende Unruhe gehemmt. Die Frage nach individuellen Ursachen und Schritten der Hilfe braucht einen tieferen zeitlich-biografischen Blick bis in Phänomene des Zeitgeschehens hinein. Nach der Erfahrung von Henning Köhler müsse man genau auf die Ursachen schauen, aber auch darauf, was der Lehrer macht, und man dürfe nicht alle gezeigte Unruhe des Kindes auf das Kind selbst zurückführen.

Eine Schlüsselfrage zur Qualität der Aufmerksamkeit im Lernen ist das Verhältnis des oberen zum unteren Menschen. Die Bedeutung der Art des eigenen Befindens im Leib beschreibt Rudolf Steiner mit den Worten: «Nun hängt die ganze Art der Aufmerksamkeit, die wir der Welt entgegenbringen, davon ab, dass wir mit unserem Geistig-Seelischen in der richtigen Weise ins Körperlich-Physische eingreifen können.» (GA 317, Vortrag vom 1. Juli 1924) In diesem Sinne ging es um ein differenziertes Verständnis des unruhigen Kindes in der heutigen Zeit und um Ansätze der Hilfe für den Unterricht.


Korrigendum (15.11.2018): Leider musste Henning Köhler seine Teilnahme an der Förderlehrertagung absagen; dies ist jetzt im Hinweis auf die Tagung aktualisiert worden.

Foto: Wandtafelbild von Rudolf Steiner bei dem Vortrag vom 1. Juli 1924

Änder Schanck: Blitzenden Augenwinkel

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Frühgeborene und chronisch kranke Kinder

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