Ausgabe 12-13 · 23. März 2018

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Selbstbefreiung der Materie

Wie sich die beiden Gegenmächte Luzifer und Ahriman das Ende des Weltalls erträumen, das entfalten zwei astrophysikalische Endzeitszenarien: Wärmetod und Schwarzes Loch. Nach der Theorie des Wärmetodes findet das All nach Äonen von Äonen in der völligen Auflösung seinen Abschluss, während in der polaren Überlegung ein oder mehrere gewaltige Schwarze Löcher die völlige Erstarrung und Isolation bedeuten sollen. Dass Letzteres nicht sein könne, das gehört zu den großen wissenschaftlichen Entdeckungen des am 14. März verstorbenen Stephen Hawking.

Er vermutete, dass, wenn an jener Grenze eines Schwarzen Lochs, wo sich entscheidet, ob etwas für immer hineinstürzt oder noch entweichen kann, sich Teilchenpaare bilden würden, manche den Weg hinaus schaffen müssten. So würde ein Schwarzes Loch, wenn es nicht neue Materie finden würde, durch dieses sukzessive ‹Verdampfen› durch die Unbestimmtheit der Quantenphysik die Erstarrung verhindern und sich in Äonen von Äonen auflösen. Aus dem Schwarzen Loch, aus dem nichts entweichen kann, entweicht doch etwas: die ‹Hawking-Strahlung›, benannt nach ihrem Entdecker. Mag also im Zentrum unserer Galaxie zwischen Skorpion und Schütze tatsächlich dieses Schwarze Loch, dieser Masseschlund Sagitarius A, liegen. Es gehört zum Wesen der Materie, so Stephen Hawking, dass die Materie selbst an der Auflösung dieses Zuviels an Materie arbeitet.

Feuer ist eine Naturgewalt und deshalb, lodernd wie es ist, schwer im Moment zu fassen. Und dennoch: hier die Feuerwagen aus Liestal, die zur Fastnacht durch die kleine Stadt gezogen werden. Domestiziert, in seinem Willen gezähmt, als Herdflamme und Glühfaden ist es leichter zu fassen.

Wolfgang Held

Ausgabe 14 · 6. April 2018

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Ausgabe 11 · 16. März 2018

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