RedaktionComment

Ausgabe 11 · 16. März 2018

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Ausgabe 11 · 16. März 2018
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Wege des Wachstums

Täglich kommen Dutzende Menschen zum ersten Mal in Berührung mit Betrieben der biodynamischen Landwirtschaft. Partnerschaften häufen sich, die Anerkennung wächst, neue Assoziationen werden gegründet. Was braucht es für die Landwirtschaftliche Sektion am Goetheanum, um so eine innovative Weltgemeinschaft in ihrem schnellen Wachstum zu begleiten?

«Wenn ein Organismus wächst, dehnt sich seine Haut. Wir bemühen uns, eine Struktur zu pflegen, damit sich innerhalb dieser Haut weiterhin ein Gesamtbewusstsein entwickeln kann», meint Ueli Hurter, Co-Leiter der Sektion. Doch das Leben dieses Organismus kann nicht bloß von der Sektion gestiftet werden. Die Themen, die z. B. für die Landwirtschaftlichen Tagungen vorgeschlagen werden, müssen zuvor mehrere Jahre durch Forschungen vorbereitet werden und durch Begegnungen auf Höfen und Institutionen in allen Ecken der Welt reifen. Denn hat die Sektion wegen ihrer begrenzten Ressourcen eine andere Wahl, als ihre Kräfte durch weltweite Verbindungen mit Menschen auszubauen? «Wo Demeter sich auf die Qualität der Produkte und Produktionsprozesse konzentriert und die International Biodynamic Association auf den Aufbau und Ausbau der Assoziationen in den jeweiligen Ländern, da richtet sich die Sektion schlicht auf den Menschen, insofern er mit dem biodynamischen Impuls arbeitet.» Eine andere Herausforderung betrifft die innere Vertiefungsarbeit. Wie kann die Tiefe mit der Ausdehnung Schritt halten? Auch hier geht es um einzelne Menschen, die eine innere Sachlichkeit als Anthroposophie betreiben. Die Sektion, so Ueli Hurter, will der soziale Ort sein, wo Anthroposophie aus dem Leben und für das Leben pulsieren kann.

Jonas Lismont